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29.08.2022 Presseinfo

Recht­sach­se lässt neuen MTB-Trail zu­rück bauen

Mountainbiker:in, die einen Trail im Wald fährt.

In Zeiten der Teuerung werden 120.000 € an Steuergeldern verschwendet

Die Innsbrucker Grünen sind ob des heutigen Beschlusses der Rechtsachse in der Sondersitzung des Innsbrucker Gemeinderates empört: Ein nigelnagelneuer Mountainbike-Trail, der die Nutzungskonflikte im Wald zwischen Mountainbiker:innen und Wander:innen erwiesenermaßen entschärfen würde, muss trotz Fertigstellung und Kosten von 120.000€ aufgrund eines Mehrheitbeschlusses durch die ÖVP, FPÖ, Für Innsbruck und Gerechtes Innsbruck ohne jegliche empirische Grundlage zurück gebaut werden. Somit verhindert die Rechtsachse des Innsbrucker Gemeinderats erneut ein Projekt im Sinne der Innsbrucker:innen – ein Projekt aus dem Ressort des ÖVP-Stadtrates Johannes Anzengruber! Die Grüne Gemeinderätin und Kandidatin zur Landtagswahl Zeliha Arslan findet klare Worte zu diesem Umfaller der Rechtsachse: „Nach kleinsten Widerstand fallen ÖVP und Für Innsbruck um und ziehen mit den Rechtsparteien mit. Leidtragende sind alle Innsbrucker:innen, deren Steuergeld im Ausmaß von 120.000€ in Zeiten der Teuerung verschwendet wurden, bevor überhaupt längerfristige Erfahrungswerte gesammelt werden konnten.“
Als besonders brisant erachten die Innsbrucker Grünen in diesem Zusammenhang, dass die Planungen für den Hofwaldtrail schon seit Mai 2021 bekannt sind und in genau dieser Form aus dem Ressorts des ÖVP-Stadtrats Johannes Anzengruber kamen. Es war somit zu jedem Zeitpunkt der Beschlussfassungen zum Hofwaldtrail bekannt, dass dieser den Besinnungsweg kurz kreuzen würde, jedoch mit einer solchen Bebauung, dass ein sicheres Nebeneinander aller Waldnutzer:innen möglich wird, wie in den Videos (ab 01:30) zum Trail deutlich wird. „Wie Anzengruber seit mindestens Mai 2021 dieses Projekt verfolgen und planen kann, nur um im August 2022 bei kleinsten Widerstand einen Rückzieher zu tätigen, erschließt sich mir nicht. Fakt ist hiermit jedoch, dass Anzengruber offensichtlich nicht mit der ihm aufgegebenen Verantwortung umgehen kann, wenn nur wenige kritische Stimmen reichen, um ein 120.000€ Projekt in Zeiten der Teuerung evidenzlos einzustampfen“, kritisiert Arslan die verantwortungslose Politik des ÖVP-Stadtrates.
Anstatt also einen neuen und schon fertiggestellten Singletrail für die lokale und internationale Moutainbiker:innen-Community weitern offen zu halten, der die Nutzungskonflikte im Wald entflechtet hätte, wird es aufgrund der Innsbrucker Rechtsachse keinen solchen in nächster Zeit geben. Die Planungsarbeiten für eine neue Streckenführung sind hierfür nur ein schwacher Trost, da die für solche Bauvorhaben spezialisierten Unternehmen heißbegehrt und dementsprechend ausgebucht sind – geschweige denn von den steigenden Kosten aufgrund der allgemeinen Inflationslage. „Innsbruck ist eine alpin-urbane Stadt und soll auch Sportstadt im Herzen der Alpen sein. Anstatt diese Markenkerne der Stadt jedoch mit Leben zu erfüllen, nehmen die Parteien der Innsbrucker Rechtsachse quasi jede Möglichkeit wahr, diese Positionierung zu torpedieren. Durch diese zukunftsvergessene und verantwortungslose Politik verlieren am Ende des Tages alle Innsbrucker:innen“, schließt Arslan.
Zeliha Arslan
Zeliha Arslan

Gemeinderätin

Maria-Theresien-Straße 18/1/1330

6020 Innnsbruck

Tel. 0512 5360-1330

[email protected]
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