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19.07.2022 Presseinfo

Hit­ze­wel­le – Grü­ne wol­len Stadt um­ge­stal­ten

Ein Waldbrand in den Bergen.

Mehr kühlendes Nass, mehr beschattendes Grün, weniger Abgase

Die Stadt Innsbruck, Europa und die Welt erleben gerade einen der kühlsten Sommer der nächsten 30 Jahre: Darin sind sich Wissenschafter:innen einig. Genau so einig sind sich alle Fachleute, wer unter den noch massiveren Hitzewellen, deren Ende nicht absehbar ist, leiden wird: Besonders die älteren und die jüngsten Menschen und alle, die körperlich nicht ganz fit sind, werden im Sommer in Zukunft nur mehr außer Haus gehen sollen, wenn die Sonne nicht da ist. „Die Lage ist dramatisch und wir müssen hier als Stadt was dagegen tun“, sagt Bürgermeister Georg Willi, dem sowohl die Reduktion der hitzeverursachenden Abgase als auch eine kühlende Stadtgestaltung ein Anliegen ist.

 

Zahlreiche Projekte zur kühlenden Stadt sind bereits umgesetzt oder in Arbeit – vieles müsse aber angesichts der dramatischen Lage noch schneller gehen, sagt Stadträtin Uschi Schwarzl, die für Umwelt und Klimaschutz zuständig ist. „Der stärkste Hebel für ein besseres Stadtklima ist und bleibt der Verkehr. Kühlende Plätze mit großzügigen neuen Grünflächen gehen nur dann, wenn die Bereitschaft besteht, die Fahrbahnen schmaler zu machen und nicht überall mehrere Autospuren durchführen zu müssen“, sagt die Stadträtin – besonders mit Blick auf die älteren Menschen, von denen viele keinen kühlenden Balkon oder leicht mit einem Verkehrsmittel ins Grüne fahren können. „Je weniger mobil Menschen sind, desto dringender brauchen sie in der Nähe ihrer Wohnung einen Park, ein schattiges Bankerl und einen Brunnen.“ Circa 19% bzw. 20.000 Innsbrucker:Innen sind über 65, im Olympischen Dorf sind es fast 30% und in der Reichenau fast 25%, doppelt so viele wie in der Innsbrucker Innenstadt oder in Wilten.

 

Grünen-Klubobfrau Janine Bex appelliert deshalb an die politischen MitbewerberInnen, ihre in vielen Fragen nicht mehr zeitgemäße Haltung in Sachen Verkehr und Stadtplanung zu überdenken. „Wir müssen uns entscheiden, ob wir Millionenprojekte aus dem Bereich nice-to-have wie eine neue Schwimmhalle, eine neue Tiefgarage oder einen zweiten städtischen Bauhof errichten, oder ob wir in eine Stadt investieren, in der sich die Menschen auch im Sommer unter Tags noch im Freien aufhalten können.“ Oft würden wichtige Projekte wegen Kleinigkeiten und Monate oder Jahre verzögert, die in diesem Sinne dringend sind und die wir nicht aufschieben dürfen, wenn wir das Wohl der Innsbrucker:Innen ins Zentrum unserer Überlegungen stellen.“

Klubobfrau Janine Bex
Janine Bex

Klubobfrau

Maria-Theresien-Straße 18/1/1330

6020 Innnsbruck

Tel. 0512 5360-1330

[email protected]
Stadträtin Uschi Schwarzl
Uschi Schwarzl

Stadträtin

Maria-Theresien-Straße 18/1/1315

6020 Innnsbruck

Tel. 0512 5360-1315

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