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10.03.2022 Presseinfo

Zwei Drittel der Innsbrucker:innen will Tempo 30

Michael Mingler und Uschi Schwarzl bei einer Pressekonferenz zu Tempo 30.

ur auf Landesstraßen bzw. Abschnitten davon sollen höhere Tempolimits bleiben – fünf Mal so hohes Tötungsrisiko bei Tempo 50

80% der Grünen-, 76% der Neos-, 71% der SPÖ-, 65% der FPÖ- und 57% der ÖVP- und „FI“-Wähler:innen wollen es – in Summe sind mit 68% über zwei Drittel der Innsbrucker:innen für Tempo 30 in allen Wohngebieten und vor allen Bildungseinrichtungen. Die Argumente für diese Maßnahme, die Tempo 30 zur Regel und höhere Geschwindigkeiten zur Ausnahme machen würde, haben heute Stadträtin Uschi Schwarzl und Landtagsabgeordneter Michael Mingler vorgestellt. Sie haben dafür die Reichenauer Straße gewählt, wo zahlreiche Bildungseinrichtungen und eine engagierte Bürger:inneninitiative seit Jahren Tempo 30 wollen, die Mehrheit des Verkehrsausschusses im Innsbrucker Gemeinderat bisher aber auf Tempo 50 beharrt.

Ende März wird der Innsbrucker Gemeinderat auf Antrag von StRin Schwarzl ersucht, sich zur flächendeckenden Reduktion des Geschwindigkeitsregimes zu bekennen und die notwendigen umfangreichen Untersuchungen und Verfahren zu beauftragen.

„Tempo 30 bedeutet einen weniger als halb so langen Bremsweg, Tempo 30 bedeutet weniger Lärm und Tempo 30 bedeutet ein sichereres gemeinsames Nutzen der Straßen verschiedener Verkehrsteilnehmer:innen“, betont die zuständige Grünen-Stadträtin Uschi Schwarzl heute bei der Pressekonferenz vor der Mittelschule Pembaurstraße. Und sie erklärt, dass sich die zwei Drittel für Tempo 30 in der Umfrage auch mit den Wünschen der Bevölkerung decken: „Zu keinem Thema bekommen wir so viele Zuschriften, wie zum Thema Verkehrssicherheit. Besonders ältere Menschen und junge Familien melden sich, weil sie sich im Straßenverkehr als Fußgänger:innen und als Radfahrer:innen unsicher fühlen.“ Der Gemeinderat habe sich mit Masterplan Rad und Masterplan Gehen zu mehr Rücksicht auf die schwächsten Verkehrsteilnehmer:innen bekannt – jetzt müsse auch deren Sicherheit verbessert werden. „Das Risiko, als Fußgänger:in bei einem Unfall getötet zu werden, ist bei 50 km/h fünf Mal so hoch als bei 30 km/h, von 40 auf 50 km/h verdoppelt sich das Tötungsrisiko. Darum hat die Stadt Graz bereits 1992 für die Einführung Tempo 30/50 entschieden. Damit konnten die Unfälle um ein Viertel reduziert werden“, zitieren die Innsbrucker Grünen von der Website der Stadt Graz, die unter ÖVP-Führung vor 30 Jahren schon, Vorrang für Verkehrssicherheit und eine Bremse für den Bleifuß ausgesprochen hat.

Landtagsabgeordneter Michael Mingler kennt die Widerstände mancher Lobbies in der Politik gegen Geschwindigkeitsbeschränkungen – der fixe Luft-100er auf der Inntalautobahn sei auch nicht von allen Autofahrer:innen mit Freude begrüßt worden. „Aber wir müssen in der Politik nicht auf laute Einzelinteressen hören, sondern das tun was richtig ist, insbesondere wenn es auch die Mehrheit der Menschen will. Wir müssen tun, was die Sicherheit und Lebensqualität der Menschen verbessert. Und das ist in Innsbruck beim Thema Verkehrsberuhigung ein ganz klarer Fall. Zwei Drittel der Innsbrucker:innen dürfen nicht ungehört bleiben“, appelliert der Grünen-Abgeordnete. Das Meinungsforschungsinstitut IMAD hat im Auftrag der Innsbrucker Grünen im November 2021 genau 500 repräsentativ ausgewählte Bürger:innen befragt und dabei auch Mehrheiten für Tempo 30 in allen Alters- und Bildungsgruppen gefunden: 73% der Frauen und 64% der Männer sind dafür, 72% der formal höher gebildeten Befragten ab Matura und 66% jener ohne Matura, 56% der unter 24-jährigen, 72% der 25-40-jährigen, 73% der 41-60-jährigen und 65% der über 60-jährigen Innsbrucker:innen sind dafür.

Uschi Schwarzl 04.07.2023
Uschi Schwarzl

Stadträtin

Maria-Theresien-Straße 18/1/1332

6020 Innnsbruck

Tel. 0512 5360-1315

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