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05.07.2023 Presseinfo

Sorgsamer und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen

Innsbruck von oben.

Innsbrucker Grüne setzen sich für Adaptierung des bestehenden Recyclinghofs ein

Die Ausrichtung an den gesetzlichen Anforderungen und veränderten Rahmenbedingungen wie beispielsweise den nationalen Zielvorgaben der österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie, der EU-Richtlinien zur Verringerung von Einwegplastik (Single-Use-Plastic- oder SUP-Richtlinie) bringen für den bestehenden Recyclinghof Rossau und die derzeitige Ausrichtung auf den Schwerpunkt Recycling unumgängliche Anpassungen mit sich.

 

„Wir leben noch immer in einer Wegwerfgesellschaft. Beinahe 90 Prozent unserer Produkte und Rohstoffe werden am Ende ihres Lebenszyklus einfach entsorgt“, erklärt die stv. Klubobfrau der Innsbrucker Grünen, Janine Bex. Dabei seien ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und Umwelt essenziell im Kampf gegen die Klimakrise und um unsere Lebens- und Wirtschaftsgrundlage. Die Vorgaben des EU-Kreislaufwirtschaftspakets – das Recycling von Kunststoffverpackungen auf mind. 50% bis 2025 und 55% bis 2030 und das Recycling von Siedlungsabfällen auf mind. 55% bis 2025 und 60% bis 2030 zu erhöhen – sind wichtige Eckpfeiler des Green Deal der EU. Aktuell würden nur etwa 12% der Rohstoffe in Österreich wieder in den Produktions-Kreislauf zurückgeführt, so Bex weiter und argumentiert daher: „Um Millionen einen zweiten Recyclinghof zu bauen, damit eine weitere Fläche zu versiegeln und für noch mehr Verkehrsaufkommen im Westen der Stadt zu sorgen ist nicht zeitgemäß und widerspricht den gesetzlichen Entwicklungen auf Bundes- und EU-Ebene.“

 

Vielmehr sollte die Chance genutzt werden, den bestehenden Recyclinghof in der Rossau zu adaptieren. Reparieren (Repair), Wiederverwenden (Re-use) und Wiederaufbereitung (Re-Manufacture) sind wesentliche Eckepunkte der angestrebten Kreislaufwirtschaft und werden dementsprechend auch in der kommunalen Abfallentsorgung eine wesentliche Rolle einnehmen. „Es ist Aufgabe der Politik ressourcenschonend und mit Blick auf aktuelle und zukünftige Entwicklungen zu arbeiten – in der Frage des Recyclingshofs haben wir die Möglichkeit, genau das zu tun und im Sinne einer lebenswerten Stadt zu handeln“, so Bex abschließend.