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13.06.2023 Presseinfo

Radstreifen Fürstenweg: Teilstück für das große Ganze

Bex: „Bekenntnis zur Schaffung von sicherer Infrastruktur darf nicht nur auf dem Papier bestehen.“

Die Wichtigkeit des neu geschaffenen Radstreifens am Fürstenweg als essenzieller Teil des großen Ganzen streicht heute Mobilitätsausschussmitglied Stv. KO Janine Bex hervor. Der Teil zwischen der Unterbergerstraße und der Sebastian-Kneipp-Straße stelle hier die erste kurzfristige Maßnahme dar. Mittelfristig stehe die Realisierung der Route zwischen dem Hallenbad Höttinger Au und der Sport-Universität (USI) an, langfristig sei darüber hinaus die Anbindung an die Flöckingerpromenade angedacht – das Projekt ist Teil des im November 2020 im Gemeinderat beschlossenen Radmasterplans. „Dieses Bekenntnis zur Schaffung von sicherer Infrastruktur für Radfahrer:innen darf nicht nur auf dem Papier bestehen und in der Praxis jedes einzelne Projekt aufs Neue infrage gestellt werden“, fordert Bex.

 

Die Stv. Klubobfrau erinnert auch daran, dass der öffentliche Straßenraum in Innsbruck extrem ungerecht verteilt sei – der überwiegende Teil sei für den fließenden und ruhenden motorisierten Individualverkehr (mIV) reserviert. Gleichzeitig gewinne der Umweltverbund aus Radfahren, Zufußgehen und der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel immer mehr und seit Jahren konstant an Bedeutung – wie auch eine mit 2.000 Befragten repräsentative Umfrage zeigt, die im Rahmen des Rad-Masterplans durchgeführt wurde. „Das Fahrrad ist schon jetzt Verkehrsmittel Nummer Eins der Innsbrucker:innen, 72 Prozent der Befragten wünschen sich einen Ausbau der Abstellplätze und eine deutliche Mehrheit von 58 Prozent spricht sich für verbesserte Radstreifen – auch zu Lasten des motorisierten Individualverkehrs – aus“, so Bex.

 

Der Anteil des Umweltverbunds in Innsbruck lag zum Zeitpunkt der Befragung des Landes Tirol bei rund 72 Prozent. Das größte Potenzial vom KFZ auf Alternativen wie das Fahrrad umzusteigen, liegt bei Strecken bis 5 Kilometer. Das Radfahren gegen die Einbahn ist dabei ein hilfreiches Mittel, Wegstrecken zu verkürzen – der Radstreifen am Fürstenweg sei also ein Musterbeispiel für zukunftsorientierte Verkehrspolitik, argumentiert Bex: „Gerade für Anwohner:innen am Fürstenweg und in der Unterbergerstraße verkürzt sich die Strecke. Dasselbe gilt für Mitarbeiter:innen der Firma MED-EL – wie uns positive Rückmeldungen von beiden Seiten bestätigen.“ Im Zuge eines positiven Ermittlungsverfahrens zur dortigen Neuordnung des Verkehrs wurde auch Tempo 30 verordnet, eine Maßnahme, die zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer:innen beiträgt.

 

Dazu ergänzt die Stv. Klubobfrau, dass Verbesserungen für den Umweltverbund prioritär dort umgesetzt würden, wo diese keine besonderen Einschnitte für den miV bedeuten: „Der Bereich am Fürstenweg ist ein solcher“, betont sie. „Während der umfangreichen Bauarbeiten 2021 mussten dort teilweise bis zu 90 Parkplätze über einen längeren Zeitraum entfernt werden, weshalb die Leitungsbetriebe Ortner & Stanger Areal anboten. Die wurden aber nur marginal genutzt, maximal 10 Plätze pro Tag wurden in Anspruch genommen. Für den jetzigen Radstreifen mussten lediglich 14 Stück weichen, die Stellplatzbilanz im Bereich bleibt positiv!“