Neueste Zahlen des Leerstandsmonitoring ein Warnsignal
KO Lukovic: "Wer bei diesen Zahlen und in diesen Zeiten weiterhin Investoren hofiert, damit diese möglichst viel Umsatz und Gewinn erzielen, verrät die Innsbrucker:innen"
Die gestern veröffentlichen Zahlen, wonach 8,7% aller und somit mehr als 3000 Wohnungen in Innsbruck leer stehen, obwohl sie vermietet werden könnten, ist für die Innsbrucker Grünen ein weiteres Warnsignal und sollte endlich ein Weckruf an all jene Fraktionen sein, die jedes substanzielles Vorgehen im wohnpolitischen Bereich torpedieren. „Die Innsbrucker:innen leiden unter immer höher steigenden Mieten während de facto ein ganzer Stadtteil unbewohnt bleibt, weil Vermieter:innen ihre Wohnungen nicht vermieten wollen. Eine solche Haltung geht auf Kosten der Gesellschaft und es bräuchte viel schärfere wohn- und bodenpolitische Hebel, um gegen solch einen Missstand vorgehen zu können. Eine Leerstandabgabe ohne flächendeckende Möglichkeit zur Kontrolle oder nur die Ankündigung zur Verordnung eines quantitativen Wohnungsfehlbestandes reichen in der Realität nicht aus“, formuliert der Grüne Klubobmann Dejan Lukovic scharfe Kritik besonders an der Landes-ÖVP und -SPÖ.
Lukovic nimmt jedoch auch die Investoren-Fraktionen des Innsbrucker Gemeinderates – namentlich FPÖ, ÖVP, FI und Anhängsel – in die Pflicht, die in der kommenden Gemeinderatssitzung durch die Flächenwidmung am Innstraße 115 einem Investor weitere mehrere Millionen an Umsatz sichern. Dies ist von Relevanz, da das durch Georg Willi eingeführte Leerstandsmonitoring aufzeigt, dass es besonders von Investoren finanzierte Neubauten sind, die zu 12,9% überproportional leer stehen. „Wer bei diesen Zahlen und in diesen Zeiten weiterhin Investoren hofiert, damit diese möglichst viel Umsatz und Gewinn erzielen, und im Nachhinein die Wohnungen nur als Anlageobjekt leer stehen, verrät die Innsbrucker:innen“, bringt es der Grüne Klubobmann abschließend auf den Punkt.