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22.03.2022 Presseinfo

Leist­bares Wohnen muss mehr als nur Lip­pen­beken­nt­nis sein

Grüne pochen auf Zustimmung zur Arbeit der Taskforce Airbnb

m März 2021 stimmte der Stadtsenat mehrheitlich für eine Taskforce Airbnb, bestehend aus Mitarbeiter:innen verschiedener Abteilungen und aus der Verwaltung. Eine gemeinderätliche Arbeitsgruppe hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Jetzt sollte dieser Auftrag konkret umgesetzt werden. Für die Umsetzungsstrategie samt der dafür notwendigen vier Dienstposten zeichnet sich im morgigen Stadtsenat aber keine sichere Mehrheit ab. „Alle Parteien betonen stets, sich für leistbares Wohnen einsetzen zu wollen. Daher erwarte ich mir die Unterstützung aller Parteien mit Ressortführung“, so Bürgermeister Georg Willi.

Willi weist auch darauf hin, dass es im Zusammenhang mit der Kontrolle der Nutzung von Airbnb ein Landesgesetz mit strengen Regeln zu vollziehen gilt. „Dieses wichtige Gesetz gibt uns die Möglichkeit, Airbnb streng zu kontrollieren und den Missbrauch von Kurzzeitvermietungen zu unterbinden, dafür benötigt es aber Ressourcen – die sollte die Politik auch schaffen“, betont Willi.

Der Missbrauch von Airbnb richtet großen Schaden am ohnehin extrem angespannten Wohnungsmarkt in Innsbruck an. Wohnungen, die auf Airbnb angeboten werden, fehlen am normalen Wohnungsmarkt.

„Wohnraumvermittlung über Airbnb-Plattformen nimmt trotz verschärfter Gesetzeslage nicht ab. Täglich werden in Innsbruck etwa 1.500 Wohnungen auf Airbnb angeboten. Das trägt auch zur Wohnraum-Verknappung in Innsbruck bei“, erklärt Bürgermeister Georg. Umso weniger Verständnis habe er für gewählten Vertreter:innen von Parteien, die nicht alles dafür tun, um die eskalierenden Preise in den Griff zu bekommen und pocht daher auf ein Umdenken und eine Zustimmung im morgigen Stadtsenat. In diese Kerbe schlägt auch Klubobfrau Janine Bex, die sich von den selbsternannten Wirtschaftsparteien ÖVP und FI Unterstützung erwartet: „Airbnb schadet der Beherbergungsbranche enorm – vor allem in den Städten. Wir sollten hier einer Branche, die in den letzten beiden Jahren der Pandemie herbe Verluste einstecken musste, den Rücken stärken und mehr Gäste in die Hotels bringen.“

Georg Willi

Bürgermeister

Maria-Theresien-Straße 18/1/1330

6020 Innnsbruck

Tel. 0512 5360-1330

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