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13.07.2023 Presseinfo

Innstraße 115: Rechts-Konservative arbeiten für Investoren

Grundstück Innstraße 15 mit Villa.

KO Lukovic: "Die rechts-konservativen Fraktionen im Gemeinderat haben somit eindrücklich offenbart, in wessen Interessen sie agieren."

Mit großen Bedauern nehmen die Innsbrucker Grünen die Abstimmung zum Bebauungsplan Innstraße 115 zur Kenntnis, der mit einer Mehrheit durch Stimmen von FPÖ, ÖVP, FI, GI, Liste Fritz und ehemaligen Teilen der SPÖ beschlossen wurde. Somit wurde dem Investor, der das Bauland zu einem komplett überteuerten Preis erworben hatte, dieses nochmals vergoldet, um dessen Umsätze und Gewinnen mit dem geplanten Projekt zu sichern. „Die rechts-konservativen Fraktionen mitsamt Anhängseln im Gemeinderat haben somit eindrücklich offenbart, in wessen Interessen sie agieren. In Zukunft werden Bauwerber:innen davon ausgehen, dass sie jeden Preis für ein Grundstück zahlen können, denn eine rechts-konservative Mehrheit wird ihnen den Umsatz beziehungsweise Gewinn sichern. Die Innsbrucker:innen werden sich dieses Abstimmungsverhalten hoffentlich lange merken, denn niemand dieser Fraktionen kann nach so einem Beschluss ernsthaft für leistbaren Wohnraum einstehen“, findet der Grüne Klubobmann Dejan Lukovic klare Worte.

 

Die Beschlussfassung des Bebauungsplans stieß dabei nicht nur bei den Innsbrucker Grünen auf Kritik. In einem offenen Brief übten die Kammer der ZiviltechnikerInnen, das aut. architektur und tirol, die Zentralvereinigung der Architekten Österreichs, Tirol und die Architekturfakultät der Uni Innsbruck massive Kritik an der Widmung, intern war es die Stadtplanung und auch viele Stellungnahmen von Bürger:innen sind eingelangt, die im Ausschuss ohne große Würdigung beiseite gewischt wurden. „Selten gibt es bei Bauvorhaben ein solch klares Stimmungsbild bei den Expert:innen und der Bevölkerung. Es ist eine Schande, dass sich die Investor:innen-Fraktionen gegen dieses Stimmungsbild durchsetzen“, schließt Lukovic.