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29.01.2024 Presseinfo

Hofrat Tursky kennt sich in Innsbruck offenbar nicht aus!

Verkehrsschild für Tempo 30 Zone

Schwarz-blaue Achse lehnte zahlreiche 30er vor Schulen und in Wohngebieten ab, Durchzugsstraßen waren immer schon ausgenommen, Bürger:innen intensiv eingebunden

Erstaunt zeigt sich die stv. Klubobfrau Janine Bex über die Reaktion von Tursky auf die erneuerte Forderung seitens der Grünen, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Innsbruck einzuführen. Er wolle 30er dort, wo sie Sinn machen würden – vor Schulen, Kindergärten und in Wohngebieten. „Ich habe schlechte Nachrichten für Herrn Tursky, seine schwarz-blaue Achse im Gemeinderat will das nicht! ÖVP und FPÖ lehnten zahlreiche 30er in genau solchen Straßen ab!“ Nur einige aktuelle Beispiele: Schöpfstraße (Kliniknähe), Dreiheiligenstraße (Waldorf Bildungseinrichtung mit Kinderkrippe, Kindergarten und Schule) und Reichenauer Straße, in der ca. 2.500 Schulkinder zuhause sind. Beruhigen kann GRin Bex Tursky in Hinblick auf Durchzugsstraßen: „Auch diese Ansage aus Wien zeigt, wie oberflächlich sich Tursky mit Innsbruck auseinandersetzt – die Ausnahme von Durchzugsstraßen war immer vorgesehen, in dem im Gemeinderat von der schwarz-blauen Achse abgelehnten Entwurf sind diese auch definiert“, so Bex. „Vielleicht erklärt sich der lückenhafte Wissensstand von Tursky auch dadurch, dass sein Wahlbündnis, wie auch die FPÖ, die zahlreichen Sitzungen der vom Gemeinderat eingerichteten Arbeitsgruppe zu Tempo 30 boykottierten“, mutmaßt Mobilitätsausschussmitglied Bex.

Zahlreiche Bürger:innen-Initiativen fordern, zum Teil seit Jahren, Tempo 30 in ihrem Wohngebiet oder vor Bildungseinrichtungen – wie bspw NIFF (Nachbarschaftsinitiative Fürstenweg Fischerhäuslweg) oder die Initiative zur Verkehrsberuhigung in der Reichenau. Nach dem Beschluss im Gemeinderat, Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit einzuführen bzw. einen Vorschlag dafür zu erarbeiten und die Arbeitsgruppe einzurichten, tourte Bürgermeister Georg Willi mit Expert:innen aus der Stadt durch Innsbruck, um Bürger:innen über das Vorhaben zu informieren. Zu den Terminen in den Stadtteiltreffs kamen hunderte Interessierte, bei einer eigens eingerichteten Mailadresse zum Thema langten hunderte Mails ein. Der Tenor: eine große Mehrheit für Verkehrsberuhigung!

 

Das Meinungsforschungsinstitut IMAD (Nov 2021) hat Mehrheiten für Tempo 30 in allen Alters- und Bildungsgruppen gefunden. In Summe sind mit 68% über zwei Drittel der Innsbrucker:innen für Tempo 30 in allen Wohngebieten und vor allen Bildungseinrichtungen. Während sich Bürgermeister Georg Willi direkt mit den Bürger:innen und ihren Bedürfnissen auseinandersetzte, schwänzte die schwarz-blaue Achse die beschlossene Arbeitsgruppe und ignoriert bis heute die meisten Forderungen für 30er Straßenzüge aus der Bevölkerung. „Die Bürger:innen und ihre Wünsche eiskalt zu ignorieren – das nenne ich Drüberfahrtatik!“