Mieter:innen werden breit entlastet
Grüne Forderung nach Anpassung der Mietzins- und Annuitätenbeihilfe im Gemeinderat beschlossen
Im Rahmen der von Bürgermeister Georg Willi initiierten Teuerungsklausur Anfang Mai wurden zahlreiche Maßnahmen zur Entlastung der Bürger:innen in der anhaltenden Teuerungs- und Inflationskrise vorgestellt und besprochen – unter anderem die Anpassung der Mietzins- und Annuitätenbeihilfe. Dem Modell des Landes Tirol folgend, wird die Änderung der Zumutbarkeitsgrenze auch von der Stadt übernommen: der anrechenbare Wohnungsaufwand wird auf sechs Euro pro Quadratmeter förderbarer Nutzfläche erhöht. „Mit dieser Maßnahme können wir Mieter:innen in Innsbruck breit entlasten, für Bezieher:innen bedeutet die Erhöhung im Durchschnitt bei einem Drei-Personen-Haushalt ca. 70 Euro mehr pro Monat“, freut sich Dejan Lukovic, Klubobmann der Innsbrucker Grünen und bedankt sich bei Bürgermeister Georg für die Einbringung dieser Initiative in die Verhandlungen rund um ein zweites, städtisches Teuerungspaket.
Wie breit diese Maßnahme greift, zeigen die Zahlen spezifisch für die Stadt Innsbruck: Im Jahr 2022 wurden in Innsbruck in Summe ca. 10,9 Millionen Euro an Mietzins- und Annuitätenbeihilfen ausbezahlt. „Mit dem heutigen Beschluss im Gemeinderat wird diese Leistung auf 15 Millionen erhöht“, erklärt Lukovic, der die Innsbrucker:innen auch ermutigen will, sich diese Förderung abzuholen – alle Infos dazu gibt es zum Beispiel hier: Mietzinsbeihilfe – Wohnen – Leben in Innsbruck – Stadt Innsbruck
Für den Grünen Klubobmann ist aber auch klar, dass es noch weitere Entlastungen für Bürger:innen brauchen wird und geben soll und erinnert an eine vor Kurzem von CARITAS und dem Sozialforschungsinstitut SORA veröffentlichten Studie die deutlich machte, wie massiv die Teuerungen, vor allem armutsbetroffene oder armutsgefährdete Menschen belastet: 201.000 Menschen in Österreich sind stark armutsbetroffen, 40.000 Menschen mehr als noch vor einem Jahr. 1,5 Millionen Menschen und damit 17,5 Prozent der Bevölkerung in Österreich sind außerdem armuts- und ausgrenzungsgefährdet. „Die „Innsbruck Aktiv Card“ würde genau dort ansetzen, wo wie die Studie zeigt, dass akuter Handlungsbedarf besteht. Neben schnellen Hilfeleistungen, sichert sie vor allem die Teilhabe am städtischen Leben für armutsbetroffene und armutsgefährdete Menschen“, erklärt Lukovic. Zu den aus der Sicht der Innsbrucker Grünen weiteren sinnvollen Maßnahmen zählen auch ein zweiter Standort für den Tiroler Sozialmarkt, die Aufstockung des Reparaturbonus und die Förderung von Energie-Gemeinschaften.