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Der Weg zur klimaneutralen, umweltfreundlichen Stadt

Der Weg zur klimaneutralen, umweltfreundlichen Stadt

Unter Georg Willis Führung wurde Innsbruck zur Klimapionierstadt gekürt. Wir wollen in einer grünen Stadt zeigen, wie Wohlstand und Umweltfreundlichkeit zusammenwirken. Wir stehen für eine Energiewende, die den Menschen Kosten spart, eine Ernährungswende, die die regionale Landwirtschaft stärkt, und eine Mobilitätswende, die Sicherheit bringt. Natürliche Ressourcen wie Boden, Luft und Wasser werden geschützt. Für uns gilt: Weniger ist mehr, wenn es um Energieverschwendung, Überkonsum oder Auto- und Motorradfahren geht. Aber mehr ist mehr, wenn es um den gemeinsamen Einsatz für eine lebenswerte Welt geht.

Unsere Vision

Innsbruck hat die Klimaneutralität früher erreicht, als das für möglich gehalten wurde. Grund für das Gelingen war die große Bereitschaft in der Bevölkerung anzupacken. Statt vor der großen Herausforderung in die Knie zu gehen, haben die Innsbrucker:innen sich die Hand gegeben und gegenseitig unterstützt. Es war die wachsende Zusammenarbeit zwischen privatem Engagement und der Arbeit von Initiativen, Politik und Unternehmen, die so viel in Bewegung gebracht hat. Die Stadt hat ihr Gesicht verändert, und wo früher Autos auf asphaltierten Flächen parkten und fuhren, dominieren jetzt biodiverses Grün und Wasserflächen zwischen laufenden, sitzenden und spielenden Menschen. Dazwischen durch schlängeln sich Radwege und begrünte Straßenbahngleise. Neben der Klimakrise ist die Biodiversitätskrise die größte Herausforderung, vor der wir stehen. In Innsbruck blüht es vor Artenreichtum und auf Inseln der Biodiversität tummeln sich Insekten, Vögel und andere Tiere mitten in der Stadt. Saubere Luft und Wasser haben nicht nur die Tierwelt belebt, sondern auch die Gesundheit der Menschen gestärkt.

Vorhaben 2024 - 2030

Klimaneutrale Stadt

  • Das neue Amt Klimaneutrale Stadt soll eine fortlaufende Erfassung der städtischen Treibhausgasemissionen durchführen. Diese Datenerfassung soll genutzt werden, um eine detaillierte Weiterentwicklung der Fit4Urban-Mission voranzutreiben. Dafür sollen konkrete Zwei-Jahres-Ziele festgelegt werden, deren Erfüllungsgrad zum Ende der zwei Jahre bekanntgegeben wird. Es braucht diese Kombination aus grundlegender Strategie, klaren Zielen und fortlaufenden Anpassungen, damit die Stadt tatsächlich bis 2040 klimaneutral wird.
  • Die Ergebnisse der Fit4UrbanMission – klimaneutrales Innsbruck sollen umgesetzt werden. Dafür soll ein Climate-Action-Plan entwickelt werden. Es braucht eine höhere Sanierungs- und Kesselaustauschrate, eine Elektrifizierung und Verhaltensänderung im Mobilitätsbereich sowie mehr Grün für das Stadtklima. Außerdem muss die Stadt ein nachhaltiges Wassermanagement vorantreiben. Mit der Schaffung einer gemeinsamem urbanen Datenplattform sollen Entwicklungen beobachtet und Synergien besser genutzt werden.
  • Subventionen können ein großer Hebel, aber auch eine große Barriere sein, wenn es um die Erreichung von nachhaltigen Zielen geht. Aus diesem Grund wollen wir die städtischen Subventions-Vergaberichtlinien anpassen. Finanzielle Unterstützungen sollen nur mehr an klimaneutrale oder nachhaltige Vorhaben vergeben werden.
  • Den dringenden Bedarf, die energetische Sanierung von Gebäuden zu beschleunigen, haben die Ergebnisse der Fit4Urban-Mission aufgezeigt. Eine Kombination aus dem Austausch fossiler Heizsysteme und thermischer Sanierung ist entscheidend. Ein Beispiel für die Reduktionspotentiale ist die Volksschule Angergasse, bei welcher der Heizwärmebedarf durch Sanierung um 90% reduziert wurde.
  • Zusätzlich ist eine Dekarbonisierung der Fernwärme notwendig, wofür in Wärmepumpen, erneuerbare Energien und die Integration industrieller Abwärme investiert werden muss. Bei Neubauten der Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG) wird längst der Passivhausstandard angewandt. Die Quote und Standards sollten auch im freifinanzierten Neubau erhöht werden.
  • Ebenso ist die Erhöhung der Anzahl von Photovoltaik-Anlagen (PV) auf Dächern wichtig, wobei kreative Lösungen für bestehende und denkmalgeschützte Gebäude sowie Informationskampagnen erforderlich sind. Eine spezielle Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertreter:innen der IIG, des Amtes für Klimaneutrale Stadt und weiteren Kräften, soll eingerichtet werden.

 

Unser Beitrag gegen die Klimakrise

  • Die vergangenen Sommer haben klar gezeigt: die Klimakrise ist da und wir müssen Innsbruck darauf vorbereiten. Deshalb wollen wir den Schutz vor Hochwasser, Hitzewellen und Extremwetterereignissen ausbauen. Der Inn ist hier ein wichtiger Teil der Stadt. Er bringt Kühlung in die Stadt, aber auch die Gefahr von Überflutungen. Gemeinsam mit Expert:innen werden wir eruieren, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Bewohner:innen bestmöglich zu schützen.
  • Extremwetterereignisse sind oft schwer vorhersehbar und erfordern rasches Handeln. Wir wollen die städtischen Informationssysteme verbessern und die Institutionen, die für Katastrophenschutz zuständig sind, bei ihren Vorbereitungen unterstützen.
  • Darüber hinaus müssen die Kapazitäten im Gesundheitsbereich ausgeweitet werden, damit allen Menschen, die unter der Hitze leiden, im Ernstfall schnelle und gute Hilfe bekommen.

 

Schutz unserer Böden, Entsiegelung und Biodiversität

  • Wir wollen den Weg einer klimafitten Stadtentwicklung weiter beschreiten: mehr Grün statt Grau durch Parks in jedem Stadtviertel, kleine Biodiversitätsinseln statt Parkplätze, Erhalt von bestehenden Bäumen wie der von Bürgermeister Georg Willi bereits einmal „geretteten“ Blutbuche vor dem Landestheater und Umsetzung des „Baumreihenkonzepts“. Biodiversität soll ebenfalls ein Planungskriterium werden, um unsere lokale Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten und resilient gegenüber Einflüssen des Klimawandels zu machen.
  • Neben der Klimakrise ist das Artensterben eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Gleichzeitig gibt es im städtischen Bereich zahlreiche Maßnahmen, welche die Vielfalt der Pflanzen- und Tierarten immens erhöhen und ansässige Arten erhalten können. Vor allem der Erhalt von Grünflächen ist ein zentraler Faktor. Diese Aspekte wollen wir in unserer Stadtplanung konsequent mitdenken und umsetzen. Darüber hinaus soll ein dichtes Netzwerk an Nisthilfen und Brutkästen geschaffen werden, das es verschiedenen Insekten-, Vogel- und Fledermausarten ermöglicht, sich anzusiedeln. Gemeinsam mit lokalen Initiativen werden weitere Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt.
  • Besonders wichtig ist uns der Erhalt gesunder Böden. Wir unterstützen daher eine nachhaltige Landwirtschaft und setzen uns vehement gegen Bodenversiegelung ein.
  • Für die Entsiegelung und den Schutz unserer Bodenressourcen ist eine genaue Erfassung von Entsiegelungspotenzialen nötig. Der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Bodenflächen, muss in enger Abstimmung zur Schaffung von leistbarem Wohnraum erfolgen. Es gilt die Chancen von Leerstand und Nachverdichtung zu nutzen, mehr zu entsiegeln und weniger zu versiegeln.

 

Klima und Gesundheit

  • Für eine leistbare, biologische und regionale Ernährung sind passende Rahmenbedingungen nötig. Um eine erfolgreiche Ernährungswende zu erreichen, muss das Lebensmittelangebot attraktiv und nachhaltige Ernährung kostengünstiger sein.
  • Die Ernährungsziele gelten nicht nur für den eigenen Einkauf, sondern auch den Gastronomiebereich. Daher streben wir die Einführung eines Gästefreundlich-Klimafreundlich-Netzwerks an, mit dem Ziel, Gastronomiebetriebe, die auf nachhaltige Küche setzen, zu zertifizieren und finanziell zu unterstützen. Kriterien könnten der Anteil vegetarischer und regionaler Gerichte sein. Wir planen, Gastronomiebetriebe und Stakeholder in die Konzeptentwicklung mit einzubeziehen. Für Schulen und Kantinen sollen Förderungen für klimaschonende Ernährung angeboten werden. Zudem setzen wir uns für eine transparente Kennzeichnung der Herkunft unserer Nahrung ein.
  • Hohe Luftverschmutzung führt insbesondere bei Kindern und Jugendlichen zu gefährlichen gesundheitlichen Problemen wie Asthmaanfällen und erhöht das Risiko stark für weitere Krankheiten. Wir wollen daher ein zusätzliches Bürger:innen-Netzwerk an Luftmessgeräten etablieren und uns somit an „Luftdaten.at“ beteiligen, Frischluftschneisen erhalten und den motorisierten Individualverkehr verringern.
  • Die Klimakrise betrifft nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Gesundheit. Insbesondere viele junge Menschen fühlen sich von Klimaangst bedrückt. Wir verstehen das!  Wir wollen den Innsbrucker:innen dabei helfen, einen gesunden Umgang mit der realen Gefahr der Klimakrise zu finden. Dafür sollen Veranstaltungen und Anlaufstellen im städtischen Raum, aber auch Online-Aufklärung angeboten werden.

 

Klimafitte Mobilität

  • Wir stehen für eine Mobilitätswende, die den Autoverkehr reduziert und den öffentlichen Verkehr unterstützt. Aktive Mobilität mit dem Rad oder zu Fuß muss für Kurzstrecken die beste Option sein.
  • Außerdem braucht es eine Offensive bei den öffentlichen Verkehrsmitteln und die Umsetzung des Radmasterplans sowie des Masterplans Gehen.
  • Wir versuchen weiterhin das grundsätzliches Tempo 30 mit Ausnahme von wichtigen Durchzugsstraßen umzusetzen.
  • Flugzeuge führen zu enormer Lärmbelästigung, Luftverschmutzung und einem massiven CO2-Ausstoß. Insbesondere spärlich besetzte Flugzeuge wie Privatjets müssen künftig der Vergangenheit angehören. Ministerin Gewessler hat diese Diskussion 2023 im Rahmen eines Rates der EU-Umweltminister:innen angestoßen. Auf lokaler Ebene müssen wir sie nun konsequent weiterdenken und ein Verbot für Privatjets in Innsbruck prüfen. Am Flughafen Schiphol in Amsterdam ist dies bereits Realität. Was in Amsterdam möglich ist, könnte auch in Innsbruck funktionieren. Die Einwohner:innen sollen in einem Bürger:innenrat zum Thema „Die Zukunft des Flughafens“ mit einbezogen werden.

 

Kreislauf- statt Wegwerfgesellschaft

  • Um eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren, setzen wir auf das Prinzip „re-use, repair, recycle“. Dabei wird zuerst die Wiederverwendung, dann die Reparatur und zuletzt das Recycling priorisiert. In Innsbruck soll zusammen mit allen wichtigen Akteur:innen eine umfassende Kreislaufstrategie entwickelt werden. Haltbarkeit und Wiederverwendung sollen massiv vereinfacht werden.
  • Dafür wollen wir beispielsweise Tauschbörsen, Second-Hand-Läden und andere Projekte, die sich mit „re-use“ beschäftigen, unterstützen.
  • Zudem soll Innsbruck ein dichtes Netzwerk an Repair-Cafès erhalten. Diese helfen dabei, die Lebenszeit von Gegenständen massiv zu verlängern, Ressourcen zu schonen und stärken darüber hinaus auch die Vernetzung in der Nachbarschaft.
  • Wir planen als Pilotprojekt eine Recycling-Tram, die verschiedene Stationen anfährt und als emissionsfreier, mobiler Recyclinghof dient. Damit wird das Problem gelöst, dass ganz Innsbruck zur Abladung in die Rossau fahren muss. Eine Recyclingtram reduziert Verkehr, spart Zeit und würde einen zweiten Recyclinghof im Westen der Stadt überflüssig machen.
  • Wir streben an, die Partizipation lokaler Akteur:innen und Initiativen zu erhöhen, um kreative Ideen und gemeinsame Entwicklungen zu unterstützen. Klare Regeln für die politische Integration partizipativer Prozesse sind dafür essenziell. Die Kooperation und Vernetzung zwischen Zivilgesellschaft und Organisationen soll durch einen regelmäßigen Austausch intensiviert werden.
  • Klimakultur leistet auf ganz eigene Weise einen Beitrag zum Klimaschutz. Wir wollen das Budget für Kultur- und andere Veranstaltungen, die zum Klima- und Umweltschutz beitragen erhöhen.

Erreichtes 2018 - 2024

  • 2023 wurde Innsbruck zur Klimapionierstadt erwählt. Durch diesen Status wird Innsbruck auf dem Weg zur Musterstadt im Klimabereich von der EU und dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) unterstützt.
  • 2022 ist Innsbruck dem Klimabündnis beigetreten. Der Beitritt ermöglicht eine Vernetzung und Unterstützung durch das weltweit größte Städtenetzwerk für Klimaschutz.
  • Innsbruck ist die Landeshauptstadt mit den meisten Hitzetagen im Jahr. Umso wichtiger ist es, dass in der letzten Periode eine Stadt-Klimaanalyse entwickelt wurde.
  • Innsbruck hat sich im e5-Programm weiter verbessert. Das Programm unterstützt und überprüft Gemeinden auf dem Weg zu Energie- und Klimaschutzzielen.
  • 2021 wurde der Innsbrucker Energieentwicklungsplan beschlossen. Projekte wie SINFONIA und Smart City Projekte wie das IKB Smart City Lab sind wichtige Bausteine auf dem Weg zu einer energieeffizienten Stadt. Mit dem Solarleitfaden konnte direkt zu Beginn der Periode eine Grundlage für die Planung, Bewilligung und Umsetzung von Solaranlagen geschaffen werden.
  • Grüne Oasen in der Stadt leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Ein Baumreihenkonzept wurde erarbeitet und in ersten Straßenzügen umgesetzt. Nicht nur das Grün am Baum zählt, sondern auch das Grün am Haus. Deswegen wurde ein Fassaden-Begrünungskonzept entwickelt.
  • Neben diesen  wichtigen Grundlagen gab es ganz konkrete Umsetzungen einer klimafitten Stadtentwicklung. Dazu zählen die Verwandlung des Messeparks in einen belebten, grünen Erholungsraum („cool-INN“) und die mit Bürger:innenbeteiligung erarbeitete Neugestaltung des DDr.-Alois-Lugger-Platz im Olympischen Dorf („COOLYMP“). Außerdem wurden mit dem Weltacker und der Waldschule weitere klimafitte Orte zum Erleben geschaffen.
  • Mit der Veränderung zur klima- und umweltfreundlichen Stadt konnten wir neue zuständige Stellen im Magistrat schaffen. Ein großer Erfolg war die Schaffung des Amts Klimaneutrale Stadt. Zusätzlich wurde ein:e Wildtierbeauftragte:r zur besseren Waldaufsicht eingeführt.
  • Die Stadtklimaanalyse samt der Klimawandelanpassungsstrategie mit Aktionsplan sind die entscheidende Grundlage für die Stadtentwicklung geworden.

Kon­takt

Janine Bex

Stv. Klubobfrau

Maria-Theresien-Straße 18/1/1301

6020 Innnsbruck

Tel. 0512 5360-1330

[email protected]
Aliena Nordkette
Aliena Knappe

Kandidatin zur GRW

Müllerstraße 7

6020 Innsbruck

[email protected]
Michael Speer vor der Nordkette
Michael Speer

Kandidat zur GRW

Projektleiter

Müllerstraße 7

6020 Innsbruck

[email protected]
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