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am 20. August

Vorbehaltsflächen: Brief an alle Mitglieder des Gemeinderats

Georg Willi - Beim leistbaren Wohnen haben wir großen Handlungsbedarf


Georg Willi hat heute als Bürgermeister der Stadt Innsbruck einen persönlichen Brief (siehe Anhang) an alle Mitglieder des Gemeinderats zum Thema Vorbehaltsflächen geschickt. Darin hat er sie ersucht, ihm bis Ende August mitzuteilen, welche Position sie im Gemeinderat vertreten werden.
„Es war mir wichtig - unabhängig von den Diskussionen in den einzelnen Klubs - die Rechtslage präszise darzustellen. Meine Position deckt sich mit jener des Landes: Wenn in Innsbruck nicht genügend städtische Gründe vorhanden sind, um ausreichend Wohnungen bauen zu können, dann ist die Stadt Innsbruck verpflichtet, auch Vorbehaltsflächen auf privaten Grundstücken auszuweisen,“ erklärt Innsbrucks Bürgermeister. „Das dämpft den Grundpreis von über 1.000 auf 416 €.“

 

Es hat in den letzten Tagen einige Stellungnahmen gegeben, wonach die im Arbeitsübereinkommen bis 2024 vereinbarten 3.000 Wohnungen auch mit den städtischen Baulandreserven errichtet werden könnten. Das Raumordnungskonzept wird aber für die nächsten 10 Jahre beschlossen und große Bauprojekte haben bekannterweise einen langen Vorlauf. „Wir schaffen jetzt die Grundlagen für leistbares Wohnen in Innsbruck für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Da geht es nicht um Parteidisziplin im Gemeinderat, sondern um eines der zentralen Zukunftsthemen für Innsbruck. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Mehrheit im Gemeinderat der Meinung ist, dass wir ausreichend leistbare Wohnungen bis etwa 2030 errichten können, wenn wir nur die städtischen Grundstücke heranziehen. In Innsbruck zu fairen Kosten wohnen zu können ist ein berechtigtes Grundbedürfnis, den größtmöglichen Profit beim Verkauf von Grundstücken zu erzielen mit Sicherheit nicht,“ schließt Willi.