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am 1. April

Ob Buwog-Wohnungen oder Blasius-Hueber-Str. 4: "Wir baden aus, was andere uns eingebrockt haben"

Georg Willi, Renate Krammer-Stark - Die Bundesregierung muss Verkäufe von Gebietskörperschaften anders regeln!


"Wir sind jeden Tag um die Schaffung von leistbarem Wohnraum für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker bemüht. Das würde uns noch viel besser gelingen, wenn die Bundesregierung uns dabei unterstützen würde, statt uns Prügel zwischen die Beine zu werfen!", ist sich die Klubobfrau und Wohnungssprecherin der Innsbrucker Grünen, Renate Krammer-Stark, sicher. Gerade in der letzten Gemeinderatssitzung wurde der Verkauf des Baurechts an der Liegenschaft Blasius-Hueber-Str. 4 von den Bundesforsten an einen Investor, der dort jetzt statt leistbarem Wohnen ein Hotel realisiert, heftig diskutiert. Wie beim Verkauf der über 1000 Tiroler, darunter zum Großteil Innsbrucker Buwog-Wohnungen an einen ausländischen Immobilienfonds, waren aber auch hier der Stadt die Hände gebunden. "Mit dem Zwang, Immobilien der öffentlichen Hand maximal am Markt zu verwerten, hätten wir als Stadt keine leistbaren Mieten mehr anbieten können. Gemeinnützige Wohnungen haben einen klar begrenzten Grund- und Baukostenanteil. Das weiß die Bundesregierung natürlich auch!", ist Krammer-Stark empört.  

Bürgermeister Georg Willi, zuständig für Stadtentwicklung und Wohnbau, sieht das genauso: "Die Pflicht der Bundesregierung ist es, das Vermögen der Österreicherinnen und Österreicher zu erhalten, nicht, Spekulanten zu schnellem Geld zu verhelfen!" Die Grünen werden sich jedenfalls dafür einsetzen, dass diese Regelung geändert wird: "Für die Verkäufe von und zwischen Gebietskörperschaften wie dem Bund oder den Bundesforsten und Gemeinden müssen andere Regeln gelten. Hier nur nach dem höchsten Gewinn zu streben, ist kurzsichtig. Unser größter Schatz sind unsere eigenen Immobilien, die wir den Innsbruckerinnen und Innsbruckern zu leistbaren Preisen und langfristig anbieten können. Die Anlegerpakete kann sich schon lange niemand mehr leisten und heizen die Wohnungspreise weiter an."​