Bezirkegruene.at
Navigation:
am 20. Februar

Leistbarer Wohnraum: Den Reden müssen Taten folgen

- Innsbrucker Grüne nehmen Stadt und Land in die Pflicht.


Nicht zum ersten Mal hat 2018 die Koalition aus SPÖ, ÖVP, FI und Innsbrucker Grünen in ihrem Arbeitsübereinkommen dem leistbaren Wohnen in einer der teuersten Städte Österreichs höchste Priorität eingeräumt. Dass hier noch lange nicht alle Potentiale ausgeschöpft sind, beweist einmal mehr die Tatsache, dass in der Stadt Innsbruck rund 2000 Wohnungen leer stehen. Demgegenüber stehen allein auf der städtischen Wohnungsvergabeliste rund 2500 Wohnungssuchende. "Damit zeigt sich mehr als deutlich, dass den schönen Reden Taten folgen müssen!", betont die Klubobfrau der Innsbrucker Grünen, Renate Krammer-Stark: „Wir Innsbrucker Grüne bewerten die Mobilisierung von Leerstand als eines der wichtigsten Instrumente, das wir dafür in Gang setzen müssen.“

 Erste Vorschläge in diese Richtung stellte Bürgermeister Georg Willi diesen Dienstag vor. So könnte zum Beispiel die Stadt Innsbruck über die Innsbrucker Immobiliengesellschaft IIG als Vermieterin auftreten, beratende Leistungen und ein eigenes Sanierungsmodell anbieten, das die Eigentümer*innen unterstützt, ihren Wohnraum wieder zu leistbaren Preisen jungen Familien und anderen zur Verfügung zu stellen.


Die Innsbrucker Grünen begrüßen, dass auch die Koalitionspartner wie zuletzt Für Innsbruck konkrete Lösungsvorschläge einbringen. Krammer-Stark: „Wir gehen davon aus, dass beim Thema Aktivierung von Leerstand weiter eine breite Mehrheit gegeben ist. Wir Innsbrucker Grüne sind offen für alle Vorschläge, um dem vorherrschenden Problem zu begegnen, weshalb unsere oberste Prämisse lautet, nichts unversucht zu lassen, Wohnraum leistbarer zu machen.“ Deshalb begrüßen es die Innsbrucker Grünen, geeint im Gemeinderat weitere Vorschläge auf einer rechtlichen Ebene prüfen zu lassen. „Und genau dasselbe erwarten wir auch vom Land Tirol. Der Kampf gegen die steigenden Wohnkosten ist auch auf Landesebene im Koalitionsabkommen zum wichtigsten Thema erklärt worden. Jetzt müssen Taten folgen. Und zwar in Form einer Leerstandsabgabe und einer Türnummern-Verordnung, welche den Wohnraum zuordenbar macht und eine klare Datengrundlage schafft“, schließt die Klubobfrau der Innsbrucker Grünen ihren Appell kämpferisch.