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am 9. April

Agabehöhe müsse spürbar ausfallen - Schätzungen gehen von 3000 leerstehenden Spekulationsobjekten aus

Renate Krammer-Stark, Michael Mingler - „Leerstandsabgabe dringend notwendig um Spekulation am Wohnungsmarkt zu verhindern“.


Entschlossen zeigen sich die Grünen in Hinblick auf die Einführung einer Leerstandsabgabe, wie sie auch von Landesrätin Beate Palfrader in der heutigen Tiroler Tageszeitung in Aussicht gestellt wird. „Eine solche Spekulations-Steuer ist aus gutem Grund eine langjährige Grüne Forderung. Es ist nicht hinnehmbar, dass sich in Tirol große Teile der Bevölkerung das Wohnen nicht mehr leisten können, während private Investoren horrende Gewinne damit einstreichen, weil sie Wohnungen einfach leer stehen lassen und auf Wertsteigerungen warten. Wir müssen dieses unsolidarische Profitdenken auf dem Rücken der Bevölkerung so schnell wie möglich beenden“, so der Grüne Wohnsprecher im Tiroler Landtag, Michael Mingler.

Im privaten Wohnungsbau ist es gerade in Innsbruck mittlerweile die Regel, dass ein Teil der Wohnungen lediglich als Wertanlage gekauft wird und nie vermietet wird. Insgesamt sollen Schätzungen zufolge alleine in Innsbruck etwa 3000 Wohnungen leer stehen. Geht es nach den Grünen soll eine Leerstandsabgabe dafür sorgen, dass diese Wohnungen auf den Markt kommen. „In erster Linie müssen wir dafür sorgen, dass es nicht länger rentabel ist, Wohnungen einfach leerstehen zu lassen. Die Höhe der Abgabe muss also entsprechend spürbar ausfallen, damit der gewünschte Mobilisierungseffekt eintritt", so der Grüne Wohnsprecher.

Unterstützung kommt dabei aus Innsbruck. Die Klubobfrau der Innsbrucker Grünen, Renate Krammer-Stark betont, dass Leerstand sogar in städtischen Wohnungen ein Thema ist: "Das merken wir unter anderem daran, dass Wohnungen, die von der Stadt vergeben werden, auf Plattformen wie Airbnb angeboten werden. Deshalb sind vor einigen Monaten alle Mieterinnnen und Mieter städtischer Wohnungen per Brief angeschrieben worden, dass, sollten sie ihre Wohnungen nicht mehr selbst benötigen, diese bitte wieder zurückgeben sollten. Gerade bei leistbaren städtischen Wohnungen ist der Leerstand für uns besonders bitter. Deshalb werden wir alles daran setzten, um diesen zu verhindern!“