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am 23. September

Innsbrucker Grüne fordern Konsequenzen nach rassistischer Äußerung von Wirtschaftskammer-Innsbruck-Obmann Karl Ischia

Zeliha Arslan - "Ischia fällt allen Wirtschaftstreibenden mit Migrationshintergrund in den Rücken.

Harsche Kritik aus Politik und Gesellschaft schlägt Karl Ischia nach einem mittlerweile gelöschten rassistischen Facebook-Posting entgegen, in dem er "Somalia-, Türken- [...] und Jugoclubs" die Schuld an der aktuellen Corona-Situation gibt. Der Bezirks-Obmann der Wirtschaftskammer Innsbruck-Stadt greift damit auf rassistische Schuldzuweisungen zurück, anstatt professionell an Lösungen für die Wirtschaftstreibenden in Innsbruck zu arbeiten. Die Wirtschaftskammer Tirol hält sich selbst bisher bedeckt zur Causa, eine Distanzierung und Veurteilung der rassistischen Aussagen durch WK-Landesobmann Christoph Walser lässt immer noch auf sich warten.
Scharfe Kritik äußert daher die Grüne Gemeinderätin Zeliha Arslan an dem Facebook-Posting von Ischia: "Gerade als Jurist sollte Ischia den Unterschied zwischen einer Meinungsäußerung und einer bewussten rassistischen Schuldzuweisung kennen. Er fällt damit allen Wirtschaftstreibenden mit Migrationshintergrund in den Rücken, die die Vielfalt der heimischen Wirtschaft bereichern."

Weiters kritisert Arslan die fehlende Fehlerkultur Ischias und seine Relativierungsversuche zu seinem klar rassistischen Posting: "Karl Ischia sieht seinen Fehler nicht ein und relativiert sein Posting sogar, anstatt um Entschuldigung zu bitten. Durch diese Argumentation bleibt sein Denkmuster für ihn weiterhin richtig und die rassistischen Aussagen bleiben weiterhin bestehen. Deshalb fordern wir als Innsbrucker Grünen nicht nur den Rücktritt von Karl Ischia, sondern erwarten uns von der Wirtschaftskammer Innsbruck die Abhaltung von Rassismus-Awareness Workshops für Funktionär*innen und die Bereitstellung von Angebote für wirtschaftstreibende Menschen mit Migrationshintergrund, die ein wichtiger Bestandteil der Tiroler und Innsbrucker Wirtschaft sind."

In Zeiten der größten Wirtschaftskrise drei Zweiten Republik fehlen der Wirtschaftskammer Konzepte, um die gebeutelte Wirtschaft zu unterstützen. Die primäre Aufgabe der Wirtschaftskammer sollte es sein, ihren Mitgliedern schnelle und unbürokratische Hilfe zukommen zu lassen. Stattdessen fallen die obersten Funktionäre durch Beleidigungen, Zukunftsvergessenheit und Untätigkeit auf. "Wenn das größte und wichtigste Thema für die Wirtschaftskammer in der Corona-Krise die Gehsteigverbreiterung in St. Nikolaus war, dann zeugt dies nur von der Untätigkeit von Ischia und Walser", schließt Arslan in Richtung der Wirtschaftsbund-Funktionäre.​