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am 16. August

Autofreie Innenstadt – enormer Gewinn für Wirtschaft

Janine Bex, Georg Willi - „Steigerung der Aufenthaltsqualität ist eine direkte Form der Wirtschaftsförderung – wie das Beispiel Maria-Theresien-Straße beweist.“


„Wird die Aufenthaltsqualität gesteigert, bedeutet dies einen unmittelbaren Mehrwert für die ansässigen Wirtschaftsbetriebe“, stellt Bürgermeister Georg Willi klar und erläutert dies am Beispiel der Maria-Theresien-Straße: Lagen die Umsätze in der Innenstadt 2002 bei 221 Millionen Euro, waren es 2018/19 – also nach der Umwandlung von Innsbrucks Prachtstraße in eine Fußgänger:innenzone –  rund 350 Millionen Euro. Und auch die Fläche, die Konsument:innen im Zentrum zur Verfügung steht, hat sich stark erweitert. 53.000 Quadratmeter konnten die Kund:innen im Jahr 2002 nutzen, 2018/19 waren es 71.000 Quadratmeter. (Quelle: Untersuchung des Marktforschungsinstituts „comfort“) 

 

Mehr Aufenthaltsqualität, mehr Verweildauer, mehr Umsatz

Es ist die Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen für Wirtschaftstreibende zu schaffen und zu gestalten, in denen sie gut arbeiten und wirtschaften können. Eine der wichtigsten Voraussetzungen, damit Innenstädte florieren können, ist Aufenthaltsqualität. Eine autofreie Innenstadt schafft Raum – für die Menschen, für mehr Grün, mehr kühlendes Wasser, mehr Sitzmöglichkeiten, Gastgärten und Infrastruktur für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen. 


Auch der Innsbrucker Zentrumsverein hat das Potenzial erkannt und steht dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber. „Wer sich lieber irgendwo aufhält, bleibt auch länger und nimmt Angebote vor Ort mehr in Anspruch – sprich – kauft auch mehr ein oder konsumiert mehr“, so Klubobfrau Janine Bex und erklärt auch, warum beim Status Quo zu bleiben keine Alternative, weder für die Bewohner:innen noch die Wirtschaftstreibenden, ist: „Kühlen wir unsere Innenstädte nicht so schnell wie möglich und so effektiv wie möglich herab, kann dort bald niemand mehr lange verweilen – die Klimakrise ist auch eine massive Bedrohung für die lokale Wirtschaft!“