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am 23. April

Innsbrucker Bürgermeister und Vize­bürger­meisterin wollen Klimakrise fachlich-fundiert angehen

Georg Willi, Uschi Schwarzl - Volle Unterstützung für "Scientists for Future" - die Lehren aus Corona liegen auf der Hand.


"Wir haben in der Corona-Krise auf Expert*innen gehört und die Kurve mit massiven Einschnitten in gewohnte Lebensweisen vorerst flach gehalten", sagen der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi und Vizebürgermeisterin Uschi Schwarzl heute in einer Reaktion auf den Brief der "Scientists for Future" an zahlreiche Institutionen. Die Lehren aus der Corona-Krise sehen die beiden führenden Grünpolitiker*innen ähnlich wie die Wissenschafter*innen um den bekannten Innsbrucker Klimaforscher Georg Kaser: Wenn die Dringlichkeit von Maßnahmen von über 90% der Expert*innen gleich bewertet werde, dann sei das ein ganz klares Indiz für die Notwendigkeit eines beherzten, zielgerichteten und raschen politischen Handelns - und zwar auch dann, wenn die Gefahr noch nicht für alle spürbar oder noch nicht vorstellbar sei. "Das gilt für die Corona-Krise, in der die Politik in Österreich weitgehend richtig reagiert hat. Und das gilt genauso für die Klimakrise, die trotz Corona unsere volle Aufmerksamkeit und unser volles Engagement verlangt", betont Vizebürgermeisterin Uschi Schwarzl.


Der Innsbrucker Gemeinderat hatte im Dezember zu einer Enquete unter anderem die führende österreichische Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb und Expert*innen aus dem In- und Ausland eingeladen - es gehe jetzt dringender denn je um die Umsetzung der Maßnahmen. Den größten Hebel für Städte sehen die beiden führenden Innsbrucker Grünpolitiker*innen in der Mobilität und in der Nutzung des öffentlichen Raums: Hier will Uschi Schwarzl bereits in den nächsten Wochen Corona-bedingte Ausweitungen der Wege für Fußgänger*innen umsetzen. Bei der Mobilität sei das Hochfahren des öffentlichen Verkehrs unter geänderten Umständen und der Ausbau der Radwege vorrangig. "Wir können nicht zurück in eine Normalität, in der die Klimakrise zur nicht mehr rückgängig zu machenden Katastrophe würde", so die beiden Grünpolitiker*innen abschließend.