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am 28. April

Die Lehren aus Corona: Ein Auftrag an uns selbst

Marcela Duftner - Klimaschutz auf jeder Ebene ist der beste Schutz vor Corona II.


Noch Ende Dezember 2019 hat sich der Innsbrucker Gemeinderat in einer hochkarätig besetzten Enquete mit dem aktuellen Stand zum Thema Klimawandel und seine lokalen Auswirkungen intensiv beschäftigt.  Keine 3 Monate später ist die Dringlichkeit, den Klimawandel bei wirklich jeder politischen Entscheidung mitzudenken, durch Corona exponentiell gestiegen.  "Es gibt kaum einen Lebensbereich, der von der Corona-Krise nicht beeinflusst worden wäre. Dabei führt uns diese viele problematische Merkmale unserer Gesellschaft deutlich vor Augen. Für uns Innsbrucker Grüne ist klar, wir brauchen den Kulturwandel, von dem die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb im Dezember gesprochen hat, JETZT“, meint die Umweltsprecherin der Innsbrucker Grünen, Marcela Duftner.  

Durch den vorübergehenden Lockdown hat sich die Luftqualität in der Stadt kurzfristig verbessert. Die Innsbrucker Grünen warnen aber davor, zu dem trügerischen Schluss zu kommen, dass hier kein Handlungsbedarf mehr besteht: "Auf der Tagesordnung des Gemeinderats diese Woche stehen schon wieder einige Anträge zur Begünstigung des motorisierten Individualverkehrs. Wieder vermehrt auf das Auto zu setzen wäre aber die falsche Richtung! Wir sind überzeugt, dass es jetzt verstärkt darum geht aufzuzeigen, dass der Radmasterplan, an dem gerade mit Hochdruck gearbeitet wird, die richtige Maßnahme ist, um dem Klimawandel und seinen Auswirkungen in der Stadt entgegenzuwirken UND gleichzeitig unsere Gesundheit zu schützen. Denn wir brauchen sauberere Luft und mehr Bewegung. Luftverschmutzung führt zu Erkrankungen der Atemwege und eine der Lehren aus der Corona-Krise ist, dass uns genau solche Vorerkrankungen viel schutzloser machen."

Die Entsiegelung von Flächen in der Stadt, die Begrünung von Fassaden und die weitere Reduktion des Individualverkehrs sind Maßnahmen, an denen die Innsbrucker Grünen verstärkt arbeiten wollen. "Glücklicherweise verfügen wir über alle Ressorts in der Stadtregierung, die für die Umsetzung dieser Maßnahmen wichtig sind, wie Mobilität, Umwelt und Stadtplanung. Schade ist nur, dass vor allem die ÖVP sich weiter weigert, besonders bei Maßnahmen zu Lasten des Individualverkehrs aber zu Gunsten der Stadtbewohner*innen mitzugehen und immer wieder Anträge im Gemeinderat stellt, die diesen bevorzugen. Hier werden wir Innsbrucker Grüne aber nicht aufgeben, zum Beispiel was die Umsetzung der 30iger-Zonen betrifft, und vermehrt Überzeugungsarbeit im Sinne unserer Kinder leisten!", ist Umweltsprecherin Duftner motiviert.