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am 14. August

Autofreie Innenstadt – alternativlos im Klimaschutz

Janine Bex - „Die Zeit, eine autofreie Innenstadt umzusetzen ist jetzt, die Klimakatastrophe verträgt keine Aufschübe und keine Blockade-Politik.“


Der Verkehrssektor zählt zu den Hauptverursachern für Treibhausgasemissionen. Dabei ist der höchste Anteil der Emissionen im Verkehr auf den Straßenverkehr und hier insbesondere auf den PKW-Verkehr zurückzuführen. „Von allen Sektoren weist der Verkehr die größte Zunahme der Treibhausgas-Emissionen seit dem Jahr 1990 auf. Die Zunahme beim Verkehr ist fast vier Mal so hoch wie jene der Industrie“, betont Umwelt- und Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl. Der Verkehr verursacht heute doppelt so viele Treibhausgase wie der Energiesektor und fast drei Mal so viele wie der Bereich Raumwärme. (Quelle: Umweltbundesamt). Schwarzl stellt daher auch klar: „Wer im Lichte dieser Tatsachen absolut notwendig und sinnvolle Entwicklungen wie eine autofreie Innenstadt kategorisch ablehnt hat den Ernst der Lage nicht verstanden oder ignoriert ihn bewusst."


Der Mobilitätsmasterplan 2030 des Klimaschutzministeriums sieht auf Basis dieser Fakten daher einen Mix aus Verkehrsvermeidung, Verkehrsverlagerung und Effizienzverbesserung bei den einzelnen Verkehrsträgern vor, um Klimaneutralität zu erreichen. „Mit unserer Vision einer autofreien Innenstadt erfüllen wir genau diese Kriterien – der PKW-Verkehr wird verlagert, langfristig vermindert, weil bereits jetzt immer mehr Menschen mit Öffis, Rädern oder zu Fuß unterwegs sind, und wir steigern die Effizienz der Öffis, die schneller und ungestörter unterwegs sein können“, erklärt Schwarzl.

Richtung stimmt, Dimensionen und Tempo steigern!

Innsbruck hat sich in Sachen klimafitte Stadt bereits auf den Weg gemacht. Gestaltungen von der Ing.-Etzel-Straße mit dem Cool-Inn-Park über den Bereich rund um das Haus der Musik bis hin zum Boznerplatz – mit den Schwerpunkten Verkehrsberuhigung und Schaffung von grüner wie blauer Infrastruktur – stehen kurz vor der Umsetzung. Der Radmasterplan wurde mit großer Mehrheit im Gemeinderat beschlossen und wird sukzessive und kontinuierlich umgesetzt.


Die Vision Innsbrucks Innenstadt autofrei zu machen ist mehr als nur eine notwendige Weiterentwicklung des bisher eingeschlagenen Wegs: „Effiziente Maßnahmen im Kampf gegen die Klimakrise sind alternativlos. Und wir müssen jetzt handeln – die Lage verträgt keine Aufschübe mehr,“ betont Janine Bex, Klubobfrau der Innsbrucker Grünen und setzt dabei auch auf das Einlenken jener Fraktionen im Innsbrucker Gemeinderat, die die Vision der Innsbrucker Grünen ablehnen. Der Kampf gegen die Klimakrise und überhitzte Innenstädte verlange nach Ideen, nach einem Diskurs – auch mit der Öffentlichkeit, mit jenen Menschen, die in unserer Stadt leben – und nach konstruktiver Zusammenarbeit, so Bex.