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am 2. September

Grüne fordern Pakttreue von Anzengruber ein

Thomas Schultze - Grillplätze schließen in Corona-Zeiten kontraproduktiv - Vorgeschlagener Standort Baggersee schlichtweg nicht möglich.

Im Juni für den Grillplatz stimmen – im September dagegen Stimmung machen. Dass Vizebürgermeister Johannes Anzengruber die gemeinsame Arbeit der Stadtregierung in einem höchst sensiblen Themenfeld mit einem populistischen öffentlichen Aufruf zur Abschaffung fast aller Innsbrucker Grillplätze untergräbt, stößt bei den Innsbrucker Grünen auf Widerstand. „Wir fordern Pakttreue von Anzengruber. Im Juni dafür, im September dagegen, das geht sich nicht aus. In einer Koalition muss man sich aufeinander verlassen können, wenn sie funktionieren soll“, sagt Grün-Gemeinderat Thomas Schultze, der zudem keine gute Corona-Politik in diesen Vorschlägen sieht. „Wenn wir nicht wollen, dass sich die Menschen in großen Gruppen in geschlossenen Räumen treffen, dann müssen wir ihnen Freiflächen in der Natur zur Verfügung stellen.“.

Die angebliche Lösung des Vizebürgermeisters - ein neuer Grillplatz am Standort Baggersee - löst bei Gemeinderat Schultze Kopfschütteln aus. „Diese Fläche wurde vom Bürgermeisterbüro in Abstimmung mit den zuständigen Ämtern schon letztes Jahr geprüft und aus mehreren Gründen wieder verworfen. Unter der vorgeschlagenen Fläche befindet sich eine alte Deponie. Die Überdeckung mit Erdreich ist leider sehr dünn. Die Abdeckung der Deponie kann daher leicht - etwa mit einem Sonnenschirm, der ins Erdreich gesteckt wird - verletzt werden. Dann würden entzündliche Faulgase ausströmen. Um das zu verhindern, müsste ständig eine Aufsichtsperson vor Ort sein. Aus Kostengründen wurde daher die Idee für diesen Grillplatz wieder verworfen“, klärt Schultze auf.

Die Einrichtung eines neuen Grillplatzes in Kranebitten ist zur Entzerrung der angespannten Situation notwendig und nach wie vor die beste Lösung. „Wir machen uns mit diesem neuen Grillplatz auf eigenem Grund der Stadt auch unabhängig von großen Grundbesitzern, auf deren guten Willen wir in solchen Fragen nicht länger angewiesen sein wollen“, unterstreicht Thomas Schultze abschließend.