Bezirkegruene.at
Navigation:
am 26. September

Innsbruck für Innsbrucker*innen gestalten

Georg Willi - Grüne wollen Stadtentwicklung nicht dem IOC überlassen.

Gerade in Zeiten der Wohnungsknappheit und hoher Mieten glauben die Olympia-Befürworter*innen mit neuen Wohnungen in Form eines weiteren Olympischen Dorfs jene auf ihre Seite ziehen zu können, die skeptisch sind. 

Doch das Frachtenbahnhofareal ist eines der letzten innerstädtischen Entwicklungsjuwele, ein Trumpf der Stadtentwicklung. „Die Entwicklung dieses Gebiets muss sich an den Bedürfnissen künftiger Generationen und nicht an olympischen Notwendigkeiten orientieren, denn diese Kosten trägt jedenfalls die öffentliche Hand,“ so der Grüne Bürgermeisterkandidat Georg Willi.

Willi weiß: „Das IOC ist ein Vertragspartner, der die Regeln diktiert und diese werden durch die Interessen der Sponsoren gesteuert, deren finanzieller Profit klar im Vordergrund steht. Ob die Olympischen Winterspiele 2026 „ökologisch nachhaltig“ ausgetragen werden, steht in der Prioritätenliste des IOC  bestimmt nicht ganz oben, ganz zu schweigen von den versprochenen „reduzierten“ Spielen. Die Entwicklung der Olympischen Spiele der letzten Jahrzehnte zeigt ganz deutlich eine Tendenz zur Gigantomanie, welche vor allem für die Hauptsponsoren eine attraktive Werbemöglichkeit darstellt.“

​Karl Stoss, der Präsident des Olympischen Komitees, konnte bei der Olympiadiskussion im ORF eine lange Liste an Sportereignissen aufzählen und sagte dann: "Wir haben alles!" "Genau das ist der Punkt. Weil wir schon alles haben, brauchen wir nicht zusätzlich noch Olympische Spiele. Die Rodelweltmeisterschaft in Igls, der Biathlon in Hochfilzen, die Weltmeisterschaft in St. Anton, das alljährliche Skispringen auf dem Bergisel und das Air & Style – all diese Events machen Tirol zum wintersportlichen Nabel der Welt und das ohne den ausufernden Aufwand, den es für Olympia aufzubringen gilt. Dazu Willi: „Mir ist schleierhaft, warum Befürworter*innen meinen, dass wir neben all diesen fantastischen Veranstaltungen das Risiko erneuter Olympischer Spiele auf uns nehmen müssen. Zusätzlich würde dies eine Stärkung des Wintertourismus anstatt einer Fokussierung auf den Ganzjahrestourismus bedeuten, was in Zeiten der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung dringend nötig wäre.“