Bezirkegruene.at
Navigation:
am 17. Juni

Verantwortung für Drogenpolitik in Innsbruck liegt bei Vizebürgermeister Anzengruber

Renate Krammer-Stark - Sozialstadtrat muss endlich sozialpolitische Maßnahmen setzen.


"Vizebürgermeister Anzengruber verwechselt wieder einmal Sozial- mit Sicherheitspolitik, wenn er erneut restriktive Maßnahmen fordert, um die Situation rund um der Mentlvilla zu beruhigen", meint Renate Krammer-Stark, Sozialsprecherin und Klubobfrau der Innsbrucker Grünen. "In der Sozialpolitik geht es nicht nur darum in der Krise schnell zu handeln, auch wenn das natürlich wichtig ist. Sozialpolitisch wirksam handeln heißt viel mehr mit kühlem Kopf vorausschauend und präventiv zu handeln und ein Netz an Maßnahmen für die Zielgruppe - in dem Fall Menschen mit Suchterkrankung - zu knüpfen und das geht nur mit einer kompetenten Sozialpolitik. 


Dass Notmaßnahmen nicht auf Dauer wirksam sind, hat das  Alkoholverbot rund um die Mentlvilla hinlänglich bewiesen, wie Suchtexpert*innen und die Innsbrucker Grünen immer wieder gesagt haben und die aktuelle Situation zeigt. "Schon längst müsste Sozialstadtrat Anzengruber daher an Maßnahmen arbeiten, die keine reinen Löschaktionen mehr sind. Die Verantwortung dafür liegt allein bei ihm und anstatt Sozialpolitik weiterhin mit Sicherheitspolitik gleichzusetzen, sollte Anzengruber an langfristigen sozialpolitischen Lösungen abseits von Verboten und Schutzzonen arbeiten."


So wartet die Sozialsprecherin der Innsbrucker Grünen immer noch auf die Einladung in die Arbeitsgruppe zur Situation rund um die Mentlvilla, die laut Beschluss des Gemeinderats Ende Mai schon eingerichtet hätte werden müssen. "Die Schonfrist für Vizebürgermeister Anzengruber ist vorbei, ich erwarte mir, dass er seine Verantwortung als Sozialstadtrat wahrnimmt statt Feuerwehrmann zu spielen", schließt Krammer-Stark.