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am 24. Juli

Das Autonome-Frauen-Lesben-Zentrum muss bleiben

Thomas Lechleitner, Renate Krammer-Stark - „Aufklärung und soziales Miteinander dürfen nicht einfach gestrichen werden.“


„Der Bundesregierung ist offenbar feministische Arbeit nicht wichtig, obwohl wir wissen, dass Frauen generell immer noch massiv benachteiligt werden“, kritisiert der stellvertretende Klubobmann der Innsbrucker Grünen,Thomas Lechleitner. Das AFLZ leistet seit Jahrzehnten wertvolle Arbeit in Aufklärung und Bewusstseinsbildung gegen frauenfeindliche und rassistische Entwicklungen. "Dem Innsbrucker Autonomen-Frauen-Lesben-Zentrum über Nacht die Jahresförderung in Höhe von € 5000,- zu streichen bedeutet seine Existenz zu gefährden", ist sich Lechleitner sicher.  

Die Grünen sehen raschen Handlungsbedarf und wollen Erste Hilfe leisten. Klar ist aber auch, dass es dringend ein Konzept braucht, wie die für das soziale Miteinander in der Stadt Innsbruck wertvollen Vereine weiter arbeiten können. Denn zu befürchten ist, dass das AFLZ nicht der einzige Verein ist, der von den neuerlichen Kürzungen seitens des Bundes betroffen ist. Die Stadt allein wird jedoch nicht alle Förderungen kompensieren können, die von der Regierung gestrichen werden.  

„Wir Grüne werden uns in jedem Fall bei unseren Innsbrucker Koalitionspartnerinnen und der Landesregierung für die Finanzierung des AFLZ und anderer Vereine einsetzen! Denn jeder Euro, der hier investiert wird, trägt zu einer aufgeklärten und sicheren Gesellschaft bei. Einer Regierung, die Angst und Misstrauen schürt, ist das natürlich kein Anliegen. Die Kurzsichtigkeit in finanzieller wie gesellschaftlicher Hinsicht ist erschreckend,“ so die Klubobfrau der Innsbrucker Grünen, Renate Krammer-Stark. 

 Die Streichung der Förderung ist  aber auch ein Schlag ins Gesicht für alle Ehrenamtlichen, die sich in diesem oder ähnlichen Vereinen engagieren. „Gefördert wird offenbar nur noch, was in das konservativ-ängstliche Weltbild der Bundesregierung passt, seien es Grenzzäune oder Polizeipferde", so Lechleitner empört über den Weg, der hier vorgegeben wird. „Die Grüne Position ist klar und wir werden alles daran setzen, der Bundesregierung und ihrer gesellschaftspolitischen Geisterfahrt entgegenzutreten.“