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am 2. Oktober

ÖVP muss Hofer-Anschlag auf den öf­fent­lichen Verkehr stoppen

Uschi Schwarzl - Autos haben auf Öffi-Spuren nichts verloren.

Die schnellste Verbindung durch die Stadt müssen Bus und Straßenbahn sein: diesem Ziel haben sich Innsbruck und andere Landeshauptstädte seit vielen Jahren verschrieben - „so haben wir Öffi-Achsen geplant, so haben wir Straßenraum für den öffentlichen Verkehr freigeräumt, so haben wir schnelle und hochleistungsfähige und klimaschonenden Verkehr in den Landeshauptstädten organisiert“, sagt heute die Innsbrucker Verkehrsstadträtin Uschi Schwarzl zu den kolportierten Plänen der schwarzblauen Bundesregierung, die Öffi-Spuren durch die Nutzung von Elektro-Autos zu zerschlagen. 

Jeder Zentimeter Straßenraum sei genau kalkuliert, um den Öffi-Verkehr zu beschleunigen, Rad-Achsen offen zu halten, FußgängerInnen genug Zeit zum Überqueren der Straßen zu geben und den Individualverkehr vor dem Zusammenbruch zu Stoßzeiten zu bewahren. In dieses Gefüge von Maßnahmen mit klarer Priorisierung des Umweltverbundes aus Bus, Tram, Rad und FußgängerInnen eine radikale Änderung wie die Behinderung der schnellen Öffi-Spuren durch Autos hineinzumischen ist „Gift für unser am Umwelt- und Klimaschutz orientiertes und über Jahre gewachsenes System des Vorrangs für Öffis“, sagt die Innsbrucker Mobilitätsstadträtin. Elektro-Autos seien dort eine sinnvolle Alternative, wo kein öffentliches Verkehrsmittel fahre – im städtischen Bereich haben für die Grünen Autos nichts auf den Öffi-Spuren verloren.

Die grüne Mobilitätsstadträtin fordert vom schwarzen Koalitionspartner der FPÖ, diesen „gefährlichen Unsinn“ im Ministerrat zu stoppen. In Innsbruck ist die 400 Millionen Euro teure neue Regionalbahn gebaut worden - gerade diese Woche wurden neue Ausbaustufen in die Nachbargemeinden im Westen und Osten vorgestellt. Der öffentliche Verkehr erlebt in Tirol dank günstiger Jahrestickets von 360 Euro für Innsbruck und 490 Euro fürs ganze Land rasanten Zuwachs, nächste Woche werden Bürgermeister Georg Willi und Stadträtin Uschi Schwarzl die neuesten Ticket-Zahlen der IVB mit deutlichen Steigerungen in allen Kategorien vorstellen. „Wer uns jetzt die Öffi-Spuren zustauen will, muss mit vehementem Widerstand rechnen“, kündigt Uschi Schwarzl an.