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am 31. August

Klare Absage der Grünen an von FPÖ provoziertem Stau in Innsbruck

Uschi Schwarzl - Stadträtin Schwarzl: 16 Mio. Euro sind in Öffi-Ausbau deutlich besser aufgehoben.


Keine Staumillionen, sondern Entlastungsmillionen – das wünscht sich Innsbrucks grüne Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl von der österreichischen Bundesregierung. Deren FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer kündigt an, 16 Millionen Euro in den Bau einer dritten Autobahnspur von Zirl bis Innsbruck investieren zu wollen. „Wer die Autobahnkapazität ausbaut, verlagert den Stau in die Stadt, wo wir zu Spitzenzeiten ohnehin schon mit überlasteten Straßen und hoher Belastung der Bevölkerung kämpfen“, sagt Uschi Schwarzl. Durch Kapazitätserweiterung auf der Autobahn den Stau reduzieren hieße, diesen nicht nur ins Innsbrucker Stadtgebiet zu verlagern, sondern ihn dort auch noch zu verstärken. Zum Ärger der Autofahrer*innen selbst, aber vor allem unter extremer Belastung der Lebensqualität der Innsbrucker*innen. „Einen von der FPÖ provozierten zusätzlichen Stau in Innsbruck brauchen wir daher sicher nicht.“ 

Dringenden Investitionsbedarf und einen besseren Verwendungszweck für die 16 Millionen Euro sieht die Mobilitätsstadträtin etwa im barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe und der Park and Ride-Gelegenheiten an der S-Bahn westlich und östlich von Innsbruck. „Dann kaufen sich die Pendler*innen vielleicht ein Tirol-Ticket, steigen vom Auto in den Zug um und entlasten die Umwelt, ihre Geldtasche und auch die Autobahn sowie das Innsbrucker Straßennetz.“ 

Was die Autobahn betrifft, verweist Uschi Schwarzl auf den Wunsch der Stadt nach Einhausung der Autobahn bei Sieglanger, Mentlberg bzw. längerfristig einer Verlegung der Autobahn in den Berg. Eine dritte Spur komme aus Innsbrucker Sicht nicht in Frage – „wir haben bereits eine dritte Spur, das ist die S-Bahn mit ihrem Halbstunden-Takt zwischen Telfs und Innsbruck.“ ​