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am 24. Juli

Grüne weiter ablehnend gegenüber gebührenfreiem Parken am Samstag

Renate Krammer-Stark - Anrainer*innen, Wirtschaft und Klima leiden unter vorhersehbaren Staus.


Erst gestern ist bekannt geworden, dass Österreich die Klimaschutzziele wieder einmal verpasst hat. Diese Tatsache und der neuerliche Anstieg der Treibhausgasemissionen im Jahr 2019 lassen die Innsbrucker Grünen erneut an der Sinnhaftigkeit von PKW-Parkgeschenken wie dem gebührenfreien Samstag zweifeln. Der Appell von Klubobfrau Renate Krammer-Stark geht an die Regierungskolleg*innen von ÖVP und Für Innsbruck, ihre Zustimmung zum entsprechenden Antrag der FPÖ zu überdenken. Vor zwei Wochen war im Stadtsenat gegen die Stimmen der Innsbrucker Grünen ein Aussetzen der Parkgebühren am Samstag beschlossen worden.


„Wir arbeiten in Innsbruck gemeinsam am Ausbau des öffentlichen Verkehrs und setzen Busspuren um, damit die Öffis schneller sind. Wir arbeiten an der Budgetsanierung. Und wir haben ambitionierte gemeinsame Klimaschutzprojekte für unsere Stadt", sagt Klubobfrau Renate Krammer-Stark. Die vor Jahren eingeführte innerstädtische Parkraumbewirtschaftung sei gut begründet: Nämlich einerseits, um den Anrainer*innen gerade in Wohngebieten, wo es keine Tiefgaragen gibt, Abstellplätze im öffentlichen Raum freizuhalten, und andererseits, um im Interesse der Wirtschaft für ausreichend Umschlag zu sorgen. "Das ist eine Einladung an die Umlandgemeinden, an Samstagen nach Innsbruck zu stauen. Das ist im Sinne der ohnehin lärm- und abgasgeplagten Innsbrucker*innen völlig kontraproduktiv. Unser gemeinsames Ziel ist die Reduktion des Indiviualverkehrs, denn nur so können wir Emissionen und Lärmbelastung reduzieren“, sagt Renate Krammer-Stark. Die Grüne Klubobfrau verlangt von den Antragssteller*innen zudem eine Berechnung der Kosten - sie geht davon aus, dass die klimafeindliche und wirtschaftsschädigende Maßnahme ein zusätzliches massives Loch ins angespannte Stadtbudget reißen wird: "Gerade in Zeiten wie diesen ist die Zustimmung zu solchen Anträgen daher nichts anderes als verantwortungslos!" meint Krammer-Stark abschließend.