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am 19. August

Großes Interesse bei Infoveranstaltung zur Autofreien Innenstadt

Georg Willi, Janine Bex, Uschi Schwarzl - „Ich bedanke mich bei jeder Einzelnen und jedem Einzelnen für ihre Zeit und Engagement – die rege Diskussion und die zahlreichen positiven Rückmeldung zeigen, wie wichtig das Thema ist.“


Rund 80 Personen versammelten sich am Donnerstag, 18. August, ab 18 Uhr im Fotoforum am Adolf-Pichler-Platz bei der ersten öffentlichen Dialog-Veranstaltung zur Idee der Innsbrucker Grünen, Innsbrucks Innenstadt autofrei zu machen. Im Rahmen der Veranstaltung stellte Mag. Hannes Reinstaller vom Büro für Verkehrs- und Raumplanung (BVR) die Machbarkeitsstudie zur autofreien Innenstadt, die die Innsbrucker Grünen in Auftrag gegeben hatten, vor. Anrainer:innen und interessierte Zuhörer:innen hatten die Gelegenheit, ihm detaillierte Fragen zur Studie und dem Vorhaben zu stellen. Auch Bürgermeister Georg Willi und Mobilitäts- und Umweltstadträtin Uschi Schwarzl stellten sich vor Ort den Fragen der Bürger:innen. „Ich bedanke mich bei jeder Einzelnen und jedem Einzelnen für ihre Zeit und Engagement – die rege Diskussion und die zahlreichen positiven Rückmeldung zeigen, wie wichtig das Thema ist“, so Bürgermeister Willi. 


Die Diskussion war von neugierigen und zum Teil auch kritischen Fragen geprägt. Es konnte aufgezeigt werden, wie Anwohner:innen nach dem Prinzip „Zufahrt statt Durchfahrt“ weiterhin zu ihren Tiefgaragen-Stellplätzen und den Parkgaragen kommen. Die Auswirkungen einer gänzlichen Sperre der Museumsstrraße für den motorisierten Individualverkehr war ein Thema. Befürworter:innen einer autofreien Innenstadt, die sich bereits jetzt überwiegend zu Fuß, mit dem Rad und den Öffis auch zum Einkaufen durch die Stadt bewegen und kein Auto mehr besitzen, meldeten sich zu Wort. Und auch über Parkhäuser an den Stadträndern,  große Park & Ride Anlagen und E-Carsharing-Angebote wurde diskutiert.


Nach der Sommerpause geht es in die politische Abstimmung. „Wir werden mit allen Fraktionen und auch Interessensvertretungen sprechen, die Machbarkeitsstudie wird ihnen ebenfalls zur Verfügung gestellt“, erklärt Bürgermeister Georg Willi die nächsten Schritte. Von den Fraktionen im Innsbrucker Gemeinderat erwartet sich der Stadtchef eine konstruktive Gesprächsbasis. „Wenn es um die Zukunft der Stadt geht, müssen Ideen und Visionen im Vordergrund stehen, die Innsbruck weiterbringen.“


Bestärkt durch die rege Diskussion bei der Info-Veranstaltung und die zahlreichen, positiven Rückmeldungen die die Innsbrucker Grünen bereits im Vorfeld erreichten, bekräftigt Willi die Wichtigkeit und das Potenzial des Vorhabens: „Eine autofreie Innenstadt ist nicht nur ein Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise, sie würde auch eine enorme Steigerung der Aufenthaltsqualität bedeuten und damit den Menschen und der lokalen Wirtschaft zugutekommen.“ Gerade wenn es um den Klimaschutz gehe, betont Mobilitäts- und Umweltstadträtin Uschi Schwarzl, sei rasches Handeln gefragt: „Die zahlreichen Katastrophen diesen Sommer haben uns deutlich vor Augen geführt, dass die Klimakrise keine Aufschübe mehr duldet. Wer im Lichte dieser Tatsachen absolut notwendig und sinnvolle Entwicklungen kategorisch ablehnt, hat den Ernst der Lage nicht verstanden oder ignoriert ihn bewusst.“