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am 29. November

Die "Igler" kann mehr

Georg Willi, Manni Schneiderbauer - Ideen für die Attraktivierung der Bahnverbindung der Linie 6 von Innsbruck nach Igls

Die „Igler“ ist für mich eines: Emotion. Ich bin damit zum Lanser See gefahren, ich habe schon als Kind viele Ausflüge mit der „Igler“ begonnen. Die Fahrt war gemütlich, es ging durch den Wald, durch wunderbare Wiesen, vorbei an Seen. Das Heu duftete im Sommer, die verschneiten Bäume grüßten im Winter.

Ich verstehe alle Menschen, die für den Erhalt der „Igler“ kämpfen. Die Bahn gehört zu Innsbruck und Igls, sie gehört zu uns. Ich will, dass die wirtschaftliche Seite dieser Bahn besser wird. Das geht nur durch mehr Fahrgäste. Dafür muss die „Igler“ von der Ausflugsbahn zur „Bahn für jeden Tag“ werden. Denn alle bisherigen Bemühungen in touristischer Hinsicht haben bisher nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. 

Dafür habe ich einen Stufenplan:

1. Beschleunigung der Bahn

Eine schnellere Bahn macht sie konkurrenzfähiger zum „J“ oder zu Autos im Stau. Die derzeitige Höchstgeschwindigkeit liegt bei nur 30 km/h. Das kann und muss sich ändern.
Auch auf der Stadtstrecke von Bergisel bis Anichstraße (siehe Punkt 2) ist durch verbesserte Ampelschaltungen und eine Straßenbahnspur in der Bürgerstraße eine Beschleunigung möglich.

2. Verlängerung in die Stadtmitte

Wenn es nach mir geht, soll die „Igler“ vorerst im Stundentakt in die Anichstraße/Ecke Maria-Theresienstraße fahren. „Vom Herzen Innsbrucks nach Igls“ muss das neue Motto sein. Das Wenden in der Anichstraße ist möglich.
Zweck des Wendens in der Anichstraße wäre, dass zunächst ein Stundentakt mit nur einer Bahn möglich ist (also keine zusätzlichen Kosten für eine zweite Bahn). 

3. Verlängerung der Bahn bis Igls Ortsmitte

Damit verdoppelt sich der Einzugsbereich auf 1600 Personen und es wird möglich, in Kombination mit der Beschleunigung einen Teil der Fahrgäste von der überlasteten Buslinie J auf die „Igler“ zu verlagern. Die Endstation im Ortskern von Igls könnte dort gleichzeitig den Anstoß für eine längst notwendige Neugestaltung als Begegnungszone bilden. Ab der Verlängerung bis Igls-Ortsmitte sollte auf einen Halbstundentakt mit zwei Bahnen umgestellt werden.
Die Verlängerung bis Igls-Ortsmitte würde auch alle Vorstöße, die Bahn touristisch zu nützen, stark erleichtern und unterstützen.

Die Trasse wurde freigehalten. Kosten für Planung und Bau ca. 2,5 Mio. € (abgeleitet aus den Kosten für die Verlängerung Linie 3 Amras).

Ab dieser Ausbaustufe hätte die Linie eine viel höhere Auslastung und könnte - zusammen mit dem Ausflugsverkehr - wesentlich rentabler sein.


Weitere Zukunftsoptionen

  • Barrierefreie Fußweganbindung der Haltestelle Schönruh an Schloss Ambras
  • Verschiebung der Haltestelle Mühlsee ca. 200 m nach Westen zur Anbindung der 2012 fertiggestellten Siedlung „Living Lans“ am Sparberegg
  • Einrichtung einer neuen Haltestelle als Verknüpfungspunkt mit der Linie J bei Romedihof
  • Verlängerung durch Igls bis zur Talstation der neuen Patscherkofelbahn - Einzugsbereich ähnlich wie Stubaitalbahn zwischen Wilten und Kreith
  • Umtrassierung zur Anbindung von Aldrans, Sistrans und Lans - Ersetzung der Buslinie 4134

Argumente für die Investition in einen Ausbau

  • Immer noch zunehmender Autoverkehr aus dem Mittelgebirge
  • Überlastete Buslinie J, deren Kapazität nicht mehr weiter erhöht werden kann
  • Alternative zur Straße
  • Schieneninfrastruktur ist ja vorhanden 
  • Neugestaltung des Igler Ortszentrums
  • Bundesförderungen für die Modernisierung und Sanierung der „Igler“
  • Langfristiger Erhalt der „Igler“ 

Ich begrüße sehr, dass die von der Stadt eingesetzte Arbeitsgruppe die Aufgabe übernommen hat, Vorschläge zur Attraktivierung der "Igler" zu sammeln, zu bewerten und in ein Zukunftskonzept zu gießen.