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am 18. Februar

Unterstützung aus Innsbruck für 30er-Vorschlag des Kuratoriums für Ver­kehrs­sicher­heit

Renate Krammer-Stark, Uschi Schwarzl - "Gegen lebensrettende Maßnahmen kann sich niemand ernsthaft stellen"


Österreichs renommierteste Verkehrssicherheits-Einrichtung, das unabhängige Kuratorium für Verkehrssicherheit, hat heute mit dem Vorschlag von Tempo 30 in allen Städten, ausgenommen Durchzugsstraßen, für Schlagzeilen gesorgt. Traurige Anlässe für die vehemente Diskussion sind zahlreiche Verkehrsunfälle mit Kindern. Die Klubobfrau der Innsbrucker Grünen, Renate Krammer-Stark, ist eine überzeugte Befürworterin der Verkehrsberuhigung. "Wir brauchen in den Städten lediglich auf ein paar wenigen Öffi-Routen Tempo 50, damit die Öffis auf den großen Durchzugsstraßen zügig vorankommen. Aber überall sonst muss die Sicherheit der langsamen und vergleichsweise schwachen Verkehrsteilnehmer*innen Vorrang haben."

Die Temporeduktion ist laut den Expert*innen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit "lebensrettend" - ein Argument, dem sich, wie Renate Krammer-Stark betont, wohl niemand ernsthaft entgegenstellen könnte. Wenn 15 Meter nach dem Bremspunkt ein Kind steht, bleibt es bei Tempo 30 unversehrt. Bei Tempo 50 wird es mit beinahe voller Geschwindigkeit gerammt. Die Grüne Klubobfrau hofft, dass die bereits im Herbst angekündigte Initiative #sicher30, die jetzt im Frühjahr von Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl vorgestellt wird, auf die Zustimmung weiter Teile des Innsbrucker Gemeinderats stößt: Mehr als ein Dutzend besonders gefährliche Straßenzüge werden herausgearbeitet und als neue 30er-Zonen vorgeschlagen werden, nachdem der Vorschlag des Kuratoriums für Verkehrssicherheit im Innsbrucker Stadtsenat zuletzt mit einer Mehrheit aus ÖVP, FPÖ und Für Innsbruck niedergestimmt wurde.​