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am 1. Dezember

Innsbrucker Grüne klar gegen ‚Kino-Steuer‘

Uschi Schwarzl, Thomas Carli, Georg Willi - Festhalten an der Vergnügungssteuer durch die Hintertür ist nicht nachvollziehbar

„Kultur braucht Freiräume - und nicht überbordende Bürokratie. Die Vergnügungssteuer war das. Zum Glück ist sie Vergangenheit und soll nicht durch die Hintertür wieder eingeführt werden, nicht einmal für Blockbusterfilme“, legt sich der Grüne Bürgermeisterkandidat Georg Willi fest. „Jahrelang wurde in Innsbruck und Tirol die Abschaffung der Vergnügungssteuer debattiert, nun endlich soll sie - nach Beschluss des Tiroler Landtages - mit dem neuen Jahr der Vergangenheit angehören. Weshalb Für Innsbruck und SPÖ nun versuchen quasi durch die Hintertür Kinokarten trotzdem weiterhin zu besteuern, ist für uns schwer verständlich“, wundert sich die Grüne Klubobfrau Uschi Schwarzl,  zumal sich der Gemeinderat bereits im Juli mehrheitlich dagegen ausgesprochen hatte: „Man kann einen Gemeinderatsantrag nicht einfach ignorieren, auch wenn er nicht dem Willen der Bürgermeisterin entspricht“, ergänzt Schwarzl. 

„Wir sind klar dagegen, dass gerade Kinobesucher*innen zur Kasse gebeten werden sollen“, stellt Grün-Gemeinderat und Finanzausschussvorsitzender Thomas Carli fest. „Die Abschaffung der Vergnügungssteuer soll das kulturelle Leben in der Stadt vielfältiger und vor allem auch leistbarer machen. Das gilt auch für die Kinos und ihre vielen Besucher*innen. Die Einnahmen, die sich die Bürgermeisterin dadurch erhofft, wiegen das nicht auf“, so Carli. „Dass Kinos anders behandelt werden sollen, als andere Kulturveranstalter*innen, kann niemand nachvollziehen.“

„Wir hoffen in der kommenden Gemeinderatssitzung auf eine breite Mehrheit gegen diese Kino-Steuer. Wir hoffen auch noch auf ein Umdenken bei der SPÖ, die im Ausschuss für die Kino-Steuer gestimmt hat“, sind sich die Innsbrucker Grünen einig.