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am 3. Juli

Alternativer Hafenstandort scheiterte an Blockadehaltung von SPÖ, FI und ÖVP

Renate Krammer-Stark, Dejan Lukovic - Innsbruck ist bunt und auch das Kulturgeschehen in der Stadt ist es.


Der Innsbrucker Hafen ist Stadtgeschichte im doppelten Sinne: Geschichte, weil so viele Innsbrucker*innen dort legendäre Nächte verbracht haben. Geschichte aber auch, weil mit der Schließung des Hafens ein wichtiges Veranstaltungs- und Kulturzentrum verloren geht. "Bemerkenswert ist jedoch die Reaktion quer durch alle Fraktionen. Während sich BM Willi für eine Ersatzstandortsuche strapaziert hat, wird eifrig und populistisch kommentiert. Allen voran die Innsbrucker SPÖ, in der die rechte Hand offenbar nicht weiß, was die linke tut,“ so die Klubobfrau der Innsbrucker Grünen, Renate Krammer-Stark. Während GR Plach als vermeintlicher Hafenretter auftritt, hat sich GRin Irene Heisz, Obfrau des Kulturausschusses, im Koalitionsausschuss am Vehementesten gegen eine Unterstützung des Hafens aus öffentlichen Mitteln ausgesprochen. „Dass diese SPÖ jetzt politisches Kleingeld mit Anträgen dazu machen will, verkauft die Innsbrucker*innen und speziell die Jugendlichen für dumm."


In der Folge waren es letztendlich die Innsbrucker Grünen, die mit Hochdruck daran gearbeitet haben, einen alternativen Standort ausfindig zu machen. "Dafür braucht es jedoch einen solchen Standort und Geld. Gegen diese benötigten Investitionen haben sich aber die Koalitionspartner FI, VP und SPÖ ausgesprochen", erinnert sich der Kultursprecher der Innsbrucker Grünen, Dejan Lukovic. "Das sind im Übrigen auch die gleichen Fraktionen, die schon die Bögen in Frage stellen." 


Über die Aussage der SPÖ-Jugend ob der Kulturpolitik in der Stadt können die Innsbrucker Grünen nur den Kopf schütteln. "Derartige Unterstellungen sind entweder böswillig oder von völliger Unkenntnis getragen. Ich will Letzteres annehmen.", so Krammer-Stark. Jährlich werden im Kulturressort rund 450 Förderansuchen behandelt, die minutiös aufgelistet auf der städtischen Homepage einsehbar sind. Und zum extrem großen, unkomplizierten und flexiblen Engagement der Kulturreferentin, des Kulturamtes und des ganzen Kulturausschusses zur möglichst guten Unterstützung aller Kulturarbeiter*innen in der Coronakrise gibt es sicherlich auch zweckdienliche Hinweise von SPÖ GRin Heisz.


Auch ohne die koalitionäre Unterstützung werden sich die Innsbrucker Grünen weiterhin mit voller Kraft für den Erhalt der Kulturszene in Innsbruck einsetzen. "Innsbruck ist bunt und auch das Kulturgeschehen in der Stadt ist es. Diese Vielfalt gilt es zu erhalten, weshalb wir uns weiterhin mit voller Vehemenz dafür einsetzen werden. Wir laden alle konstruktiven Kräfte dazu ein, sich mit uns für ein kulturell diverses Innsbruck einzusetzen", schließen Krammer-Stark und Lukovic unisono.