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am 9. April

Mikroplastik - Wortwörtlich in aller Munde

Thomas Lechleitner - Das #Mikroplastik hat seinen Weg in unsere Körper gefunden. Wir nehmen es hauptsächlich durch die Nahrung auf.


In den letzten 20 Jahren hat sich der Verbrauch von Plastik in Haushalten verdoppelt. Mit ein Grund, weshalb Kunststoffe mittlerweile in jedem Winkel der Erde zu finden sind. Und nicht nur dort. Das Mikroplastik hat seinen Weg in unsere Körper gefunden. Wir nehmen es hauptsächlich durch die Nahrung auf.


Verschiedene Produkte sind unterschiedlich belastet, besonders schwer betroffen sind Fische und andere Meerestiere. Aber auch durch die Luft erreichen die Partikel unser Inneres. Ein enormes Problem, vor allem auf Grund der Zusammensetzung vieler Kunststoffe. Nicht sortenrein und voller Weichmacher, welche den menschlichen Hormonhaushalt nachweislich negativ beeinflussen.


„Die Produktionsverfahren sind mit ein Grund, warum Plastikrecycling aktuelle eine Mogelpackung ist“, so unser Gesundheitssprecher Thomas Lechleitner. 

Denn das meiste Plastik kann derzeit überhaupt nicht recycelt werden. Mehr als die Hälfte des gesammelten Materials landet nach seiner Sortierung in Müllverbrennungsanlagen und Zementwerken, zum Teil auch in Braun- und Kohlekraftwerken. „Wenn hier ein Teil der Verbrennungswärme zu Strom oder Heizenergie verwandelt wird, gilt diese Verbrennung als Verwertung – und zwar als thermische – ist damit als Recycling“, so Lechleitner enttäuscht. 


Allheilmittel gibt es keines. Wir brauchen einen Maßnahmenmix. Und wir müssen auch die Hersteller*innen mit ins Boot holen. Langlebige und sortenreine Produkte, die am Ende ihrer Lebenszeit zurück in den Wertstoffkreislauf wandern. Wir brauchen einen massiven Innovationsschub, der eine grüne Chemiewende einleitet.​