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am 4. Jänner

HIV-Test nicht in Vorsorgeuntersuchung inkludiert

Thomas Lechleitner - TGKK spart hier am falschen Ende.

HIV-Tests werden nur bei explizitem Verdacht gemacht und übernommen.

Über die Hälfte der HIV-Neuinfektionen werden von Menschen verursacht, die selbst nicht wissen, dass sie das Virus in sich tragen. Um den eigenen Status verlässlich zu kennen, sollte man sich regelmäßig testen lassen.

„Ein Routinecheck bei der jährlichen Gesundenuntersuchung wäre ideal und weit günstiger, als neu infizierte Personen zu behandeln. Dennoch weigert sich die TGKK, für einen regelmäßigen Test aufzukommen“, so Thomas Lechleitner, Sprecher der Grünen Andersrum und Kandidat für die Innsbrucker Gemeinderatswahl, empört. Tiroler Ärzt*innen wurden erst kürzlich wieder schriftlich darüber informiert, dass der HIV-Test nur bei explizitem Verdacht durchzuführen ist bzw. übernommen wird.

„Ausschlaggebend ist der Therapiebeginn. Die Hälfte der HIV-Diagnosen wird laut Aidshilfe Tirol spät oder sehr spät gestellt, was sich negativ auf die Patient*innen auswirkt.“ Neben dem Risiko weiterer Ansteckungen sieht Lechleitner darum vor allem auch die Gesundheit bereits erkrankter Personen in Gefahr.

„Das Thema ist hochsensibel. Sowohl die Testungs- und Behandlungsmöglichkeiten, aber vor allem die Prävention sind dringend weiter in den öffentlichen Fokus zu rücken, wenn wir die Neuinfektionen in Tirol reduzieren und irgendwann sogar ganz stoppen wollen“, ist Lechleitner überzeugt.