Bezirkegruene.at
Navigation:
am 14. Februar

One Billion Rising" weltweiter Protesttanz von Frauen* und Mädchen

- Weltweit 1 Milliarde Frauen* und Mädchen* von Gewalt betroffen!


Mit einer getanzten Kundgebung, die jährlich weltweit am 14. Februar stattfindet, soll auch dieses Jahr wieder auf das Thema "Gewalt gegen Frauen* und Mädchen*“ aufmerksam gemacht werden. 

Der Slogan "Eine Milliarde erheben sich" soll auf die schreckliche Zahl von 1 Milliarde Frauen* und Mädchen* hinweisen, die Opfer von Verfolgung, Vergewaltigung, Stalking, Schlägen oder von einer anderen Form von Gewalt werden. Hochgerechnet bedeutet das, dass jede 3. Frau* seit ihrem 15. Lebensjahr in Europa eine Form von sexueller und/oder körperlicher Gewalt erlebt hat. In Österreich ist es jede 5. Frau*. 

Österreich ist trauriger Spitzenreiter bei der Anzahl an Frauenmorden, sogenannten Femiziden, so wurden 2019 insgesamt 41 Frauen in Österreich ermordet, soviel wie nirgendwo sonst in der EU. Beim überwiegenden Teil der Frauenmorde Bestand zum Täter ein Beziehungs- oder familiäres Verhältnis, z.B. Partner oder Ex-Partner. Das eigene Zuhause ist somit statistisch gesehen der gefährlichste Ort für Frauen* und Mädchen*.

Als Anlaufstelle wurde in Innsbruck letztes Jahr im September das neue Frauenhaus mit 30 Plätzen eröffnet. Dort können Frauen auch mit ihren Kindern Schutz vor Gewalt suchen, jedoch ist mit diesem Schritt heraus aus der gewalttätigen Beziehung noch nicht alles gelöst. "Frauen* und Mädchen* brauchen in dieser prekären Lage Hilfe auf verschiedenen Ebenen: finanziell, juristisch und sozialarbeiterisch - und das schnell und kostenlos", so Zeliha Arslan, Frauensprecherin und Gemeinderätin der Innsbrucker Grünen. 

Frauenvereine verlangen eine möglichst frühe Aufklärungsarbeit zum Thema Gewalt und flächendeckende Beratungs- und Anlaufstellen für Frauen* und Mädchen*. "Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftlich geschaffenes Problem. Und deshalb braucht es auch ein gesellschaftliches Umdenken, um dieses Problem erfolgreich bekämpfen können" so Gemeinderätin Arslan. "Zwar kommt das Thema langsam auch in der Öffentlichkeit an, aber Frauenmorde werden immer noch oft als Familiendrama oder Beziehungstragödie bezeichnet und somit verharmlost, Mord ist Mord", so Arslan weiter. 

Bei der österreichweiten Frauenhelpline "Gewalt gegen Frauen 0800 / 222 555" finden Betroffene und ihr Umfeld rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, ANONYM, kostenlos und mehrsprachig Hilfe und Unterstützung.