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am 27. Juli

"EQUAL PENSION DAY": Altersarmut ist weiblich.

Renate Krammer-Stark, Marcela Duftner - „Pensionslücke zwischen Männern und Frauen ist ein Armutszeugnis“.


"Altersarmut ist weiblich. Eine Tirolerin bekommt nur knapp mehr als die Hälfte an Pension als ein Tiroler. Während also ein Mann durchschnittlich 1.500 Euro Pension bekommt, erhält eine Frau nur 825 Euro", zeigt Marcela Duftner, Gemeinderätin der Innsbrucker Grünen, anlässlich des "Equal Pension Day" am 28. Juli auf. Der Equal Pension Day markiert jenen Tag, an dem Männer bereits so viel Pension erhalten haben, wie Frauen erst bis zum Jahresende erreicht haben werden. Österreichweit ist dieser Tag heuer der 28. Juli. In Tirol ist diese Schere sogar noch größer als im Bundesschnitt. Hier war der Tag bereits am 20. Juli.    
"Es wird nicht besser, es wird schlechter. Frauen arbeiten immer noch den Großteil ihres Lebens unbezahlt und erhalten deshalb sehr viel weniger Pension als Männer. Besonders bitter ist für mich, dass die Aussichten für meine Töchter dieselben sind. Gleichzeitig ist das für mich der wichtigste Grund das zu ändern - die gesamtgesellschaftlichen Leistungen von Frauen müssen der Bundesregierung endlich auch Geld wert sein. Österreich ist reich genug, um die Pensionen gerecht zu verteilen,“ fordert die Klubobfrau der Innsbrucker Grünen, Renate Krammer-Stark. 


Ungleiche Verteilung

Bezahlte und unbezahlte Arbeit ist immer noch ungleich zwischen Frauen und Männern verteilt. „Frauen arbeiten in der Woche durchschnittlich 27 Stunden ohne Lohn, Männer hingegen nur elf Stunden“, verweist Gemeinderätin Marcela Duftner auf eine Studie und fordert: „Kinderbetreuung, Pflege und Haushalt müssen zwischen Frauen und Männern gleichermaßen aufgeteilt werden.“

Forderung nach 30 Stunden-Woche

„Eine Einführung der 30 Stunden-Woche, wie sie das Frauen*Volksbegehren fordert, würde nicht nur die gleichen Pensions-, sondern auch Karriere- und Aufstiegschancen für alle ermöglichen“, so Grüne Gemeinderätin Marcela Duftner. „Die Leistungen von Frauen müssen in der Gesellschaft sichtbarer und über eine entsprechende Absicherung von Frauen im Alter endlich auch gewürdigt werden“, fordert Klubobfrau Renate Krammer-Stark abschließend.