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am 2. Februar

Kraftwerksfreier Inn als Chance für Solaroffensive in Innsbruck

Georg Willi - Willi: Klubobmann Wolf muss sich um Umweltfighter keine Sorgen machen „Klubobmann Wolf muss sich um uns Grüne keine Sorgen machen. Wir pochen lediglich darauf, worauf wir uns mehrmals geeinigt haben. Die freie Fließstrecke am Inn wurde mit der ÖVP ausverhandelt, also soll sie auch kommen“, so Georg Willi.

„Innsbruck braucht kein IKB-Kraftwerk bei Telfs, sondern eine Solaroffensive. Diese möchte ich zusammen mit der IKB starten. Denn Innsbruck hat mit jährlich durchschnittlich 1.841 Sonnenstunden und enormen Dachflächen ein riesiges Solarpotential, das man nur heben muss.“ Da brauche es die politische Unterstützung des Landes, damit die Stadt Innsbruck ihren ambitionierten Energieplan umsetzen kann. „Die IKB hat Solar-Know-how, das für die Innsbrucker*innen noch viel stärker genutzt werden könnte“, meint Georg Willi, der Bürgermeisterkandidat der Innsbrucker Grünen.

Christian Altenweisl, grüner Kandidat für den Landtag, ergänzt: „Volkswirtschaftlich wäre es fahrlässig, die mindestens 1000 kWh Sonnenenergie, die auf jeden Quadratmeter waagrechter Fläche jährlich eingestrahlt werden, liegen zu lassen. Die Energiezukunft des Landes liegt in einem vernünftigen Mix erneuerbarer Energieformen und dezentraler Selbstversorgung, nicht allein im End-Ausbau aller Wasserkraft.“ Das Kraftwerk am Inn ist aus Sicht von Altenweisl „nicht nur ökologisch untragbar, sondern auch ökonomisch unausgegoren. Ein Investitionsvolumen von 130 Millionen Euro, die von den Innsbrucker IKB-Kund*innen zu tragen wären, steht in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden Einnahmen und damit zur Amortisierung der Investition“, so Altenweisl. „Das Landesprojekt ‚Solar Tirol‘ zu den Solarpotenzialen zeigt die Ausbaumöglichkeiten auf und gibt den Weg vor.“

Innsbruck sei zwar schon jetzt „energiepolitischer Vorreiter“, jetzt brauche es aber das Land Tirol, „damit die Stadt ihre Energiepolitik, die mit den Grünen in der Regierung schon in Fahrt gekommen ist, noch rasanter umsetzen kann“, so Willi. Innsbruck solle so das Ziel ab 2021 sukzessive aus Öl und Gas auszusteigen umsetzen. Die beiden Grünen mahnen bei der ÖVP nochmals ein, das Zugesagte einzuhalten: „Als Umweltfighter wollen wir bis zum Wahltag an der Umsetzung der in der Koalition gemachten Vereinbarungen arbeiten. Hoffentlich auch die ÖVP.“
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