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am 6. Februar

Universität Innsbruck soll sich von Burschenschaften distanzieren

- „Die Stadt hat sich im Zusammenhang mit dem Festkommers der Burschenschafter und in der Causa des SS-Mörders Lausegger, dem auf dem Westfriedhof von der schlagenden Burschenschaft Suevia ein Denkmal gesetzt wurde, klar positioniert“, meldet sich Klubobfrau Uschi Schwarzl zur Debatte um die Aberkennung der Ehrung durch die Universität für die Burschenschaft Skalden des Tiroler FPÖ-Chefs zu Wort.

„Nun liegt es an der Universität sich ebenfalls von diesen rechtsextremen, geschichtsrevisionistischen und vollkommen weltfremden Verbindungen zu distanzieren!“
 
Gerade in der Causa rund um das Denkmal des Burschenschafters Lauseggers, der Mittäter in der Ermordung des damaligen Vorsitzenden der Israelischen Kultusgemeinde Richard Berger war, zeigte die Stadt durch die Errichtung einer Stele in Gedenken an Berger ihre klare Distanzierung von rechtsextremem Gedankengut. „Die Universität Innsbruck solle sich - gleich wie die Stadt - möglichst von rechtsextremen Burschenschaften distanzieren“, fordert Schwarzl: „Ich würde mir vom Rektorat und vom Senatsvorsitzenden wünschen, dass dies schnell erfolgt - noch bevor über eine Aberkennung der Ehrung durch die Universität abgestimmt wird.“
 
Die Öffnung eines Archives „vor fast dreißig Jahren“ stellt dabei für Schwarzl keine eindeutige Distanzierung von NS-Tätern in den Reihen der Skalden dar. „Da gehört schon mehr dazu, aber die Erfahrung in Innsbruck zeigt, dass eine solche Abgrenzung von den schlagenden Burschenschaften gar nicht gewollt ist“, stellt die grüne Klubobfrau fest. „Wo diese sogenannte Sängerschaft ideologisch steht, zeigt vielmehr der Austritt aus dem deutschen Sängerbund 1992: Dieser wurde den Skalden zu liberal, weil dort ‚auch ein Chinese‘ Mitglied werden könne, was die Skalden als ‚multikulturelle Verwirrungsideologie‘ bezeichneten. Von solchem Gedankengut muss sich die Universität entschieden distanzieren.“​