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am 3. April

Grüne fordern Maßnahmen zur Untersützung von an Sucht erkrankten Menschen ein

Renate Krammer-Stark, Dejan Lukovic - "Wollen Maßnahmen umsetzen, die seit Langem gefordert werden."


Nachdem es in Innsbruck schon einige Anläufe gab, um die Thematik der von Sucht erkrankten Menschen anzugehen, stellen die Grünen Innsbruck nun ein langfristiges Maßnahmenpaket vor, das sie im kommenden Gemeinderat dringlich zur Abstimmung bringen wollen, wie Gemeinderat Dejan Lukovic ankündigt: "Wir wollen dringliche Maßnahmen setzen, die von den Systempartner*innen schon seit Langem gefordert werden, um die Suchtthematik langfristig zu lösen." Rückdeckung erhält Lukovic von Klubobfrau und Vorsitzenden des Sozialausschusses, Renate Krammer-Stark: "Es ist schon einiges kurzfristig umgesetzt worden. Jetzt gilt es die langfristigen Maßnahmen anzugehen!"

Konkret fordern die Innsbrucker Grünen eine Evaluierung und weitere Aufstockung der mobilen Sozialarbeit mitsamt sozialer und medizinischer Betreuung, um den von Sucht erkrankten Menschen direkte Unterstützung zukommen zu lassen. Diese sollen ihren Konsum dann auch in eigens dafür vorgesehenen Gesundheitsräumen tätigen, wo er in sicherer Umgebung und nicht auf der Straße geschehen kann. Darüber hinaus soll das betreute Wohnen ausgebaut und mit dem Land Tirol zusammen eine durchgängige Wohnungslosenhilfe erarbeitet werden. Ein erster Schritt dazu soll die Prüfung sein, inwieweit die akute Wohnungsnot von an Sucht erkrankten Menschen gesondert in den Richtlinien für die Wohnungsvergabe der Stadt Innsbruck berücksichtigt werden können. Das Paket wird von  der Forderung nach einer Informations- und Aufklärungskampagne zum Thema Drogen- und Alkoholkonsum bei Jugendlichen abgerundet, um gezielt auch präventiv zu arbeiten.

"Wir haben ein Paket an verschiedenen Maßnahmen zusammengestellt, das die Thematik von an Sucht erkrankten Menschen nachhaltig angeht und ihnen konkrete Hilfestellungen anbietet", weist Krammer-Stark auf das Bündel an Forderungen hin. Dabei stehen für die Innsbrucker Grünen die Menschen im Mittelpunkt der Maßnahmen, wie Lukovic abschließend darstellt: "Wir dämonisieren die von Sucht erkrankten Menschen nicht. Stattdessen setzen wir auf Maßnahmen für und mit ihnen zusammen, um langfristige Hilfestellungen anzubieten und Wege aus der Sucht aufzuzeigen."