Bezirkegruene.at
Navigation:
am 25. Jänner

Neuer Face­book-Algorithmus birgt Risiken für Innsbrucker Unternehmen und Vereine

Dejan Lukovic - Neuer Facebook-Algorithmus birgt Risiken für Innsbrucker Unternehmen und Vereine.

Mit Besorgnis sieht der grüne Gemeinderatskandidat Dejan Lukovic die vor Kurzem angekündigte und konkretisierte Änderung des "News Feed"-Algorithmus von Facebook, bei der Nachrichten von kleineren Betrieben und Vereinen in Zukunft 20% weniger Platz innerhalb der Timeline der Nutzer*innen erhalten sollen. Ziel sei es, die Interaktionen zwischen den Nutzer*innen zu stärken, doch Lukovic sieht andere Motive als vordergründig an: „Der News Feed bestimmt, was Menschen in ihrer Timeline zu sehen bekommen. Wenn Facebook nun gezielt die organische Reichweite von Seiten senkt, werden diese gezwungen, Geld in Werbepostings zu investieren, um auch nur ansatzweise soviele Menschen zu erreichen, wie es vor der Umstellung der Fall war." Dies schade vor allem dem demokratischen Politdiskurs, weil dadurch nur noch vermögende Parteien große Reichweiten erzielen können oder kleine Initiativen auf stark polarisierende Postings setzen müssen, um Interaktionen zu provozieren.

Auch lokale Innsbrucker Seiten werden von der Umstellung betroffen sein, weil diese dadurch nicht mehr zu ihren Fans durchdringen können. Hier fehlt oft das Budget, um den Verlust an Reichweite einzukaufen, was letztendlich dem städtischen Leben schadet. „Facebook ist ein globales Unternehmen, hat jedoch auch lokale Verantwortung. Die geplante Umstellung wird die kleinen und lokalen Seiten wahrscheinlich am stärksten treffen, was die Diskussion in der Stadt maßgeblich beeinflussen wird“, verweist Lukovic auf die Vielzahl von Innsbrucker Facebook-Seiten, die Fans im drei- bis  vierstelligen Bereich aufweisen.

Der Umstellung des „News Feed“-Algorithmus stehen die Innsbrucker Seitenbetreiber*innen allerdings nicht hilflos gegenüber: So sollen in Zukunft lokal-spezifische Nachrichten besser gereiht werden, was bedeutet, dass Innsbrucker Seitenbetreiber*innen noch lokaler agieren können. Zudem können sie ihre Fans darauf aufmerksam machen, ihre Seite als „See First Option“ zu markieren, womit diese immer im News Feed landet. Langfristig sollten sie sich darum bemühen, eine engagierte Community aufzubauen, anstatt auf viele Likes abzuzielen. Auf jeden Fall sollte man beginnen, sich vom Intermediär Facebook unabhängiger zu machen. Beispielsweise wäre ein Newsletter ein Weg, um die Verteilung von Informationen zu gewährleisten. "Facebook wird auch in näherer Zukunft weiter unumgänglich sein, umso mehr gilt es, die Spielregeln zu kennen und zu nutzen, um sich unabhängiger vom Social Media Riesen zu machen", schließt Dejan Lukovic.

TIPpS FÜR VEREINE UND UNTERNEHMEN:


1.) Fans auf die "See First Option" aufmerksam machen (sobald diese im Zuge der Änderung da ist)

2.) Noch lokal-spezifischeren Content kreieren

3.) Community-Building in den Vordergrund

4.) Sich unabhängiger von Facebook machen, z. B. mit einem Newsletter