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am 13. Dezember 2017

Studiengebühren bringen keine Verbesserung

Barbara Neßler, Georg Willi - Innsbrucker Grüne warnen vor sozialer Selektion

„Bildung für alle ist das Wichtigste, das ein Staat seinen jungen Menschen mit auf den Weg geben kann“, ist sich der Grüne Bürgermeisterkandidat Georg Willi sicher: „Bildung muss leistbar sein. Genau das will Schwarz-Blau jetzt ändern.“ Wie die Tiroler Tageszeitung aus Verhandler*innenkreisen von Schwarz-Blau erfahren hat, müssen Studierende jedenfalls mit einer Wiedereinführung der Studiengebühren rechnen.  Für Listenkandidatin und Mandatarin in der Innsbrucker Hochschüler*innenschaft Barbara Neßler ist klar, dass die Studierenden Widerstand leisten werden: „Ich werde mich jedenfalls gegen Studiengebühren einsetzen und für einen freien Hochschulzugang kämpfen.“

„Studiengebühren gab es bereits unter der ersten Schwarz-Blauen Koalition. Sie brachten für die Studierenden keinerlei Verbesserung“, so Neßler.„Studieren in Innsbruck ist aufgrund der hohen Wohn- und Lebenshaltungskosten ohnehin sehr teuer. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Studiengebühren führen dazu, dass nur Studierende aus finanziell besser gestellten Elternhäusern studieren können.“ Diese Art „der sozialen Selektion“ lehnen Neßler und Willi ab. „Weniger frequentierte Studiengänge wie etwa Etymologie oder Kunst werden darunter leiden. Die Universität darf nicht weiter zu einer Ausbildungsstätte verkommen. Sie muss eine freie Bildungseinrichtung bleiben“, befürchtet Neßler weitere Repressalien für Universitäten und Studierende. „Gerade in einer Universitätsstadt wie Innsbruck können Eingriffe bei den Unis weitreichende Auswirkungen haben.“
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