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am 17. Juni

Mit der Gemeinde-Milliarde wird die Sommerbetreuung nicht zur Familienkrise

Zeliha Arslan - Innsbruck erfreut über die zusätzlichen finanziellen Mitteln für die nötige Ausweitung der Sommerbetreuung.


Jedes Jahr stellen 9 Wochen Sommerferien Familien mit betreuungspflichtigen Kindern und Jugendlichen vor große organisatorische Herausforderungen. „In den vorherigen Jahren wurden in fast 70 % der Familien die Großeltern für die Ferienbetreuung eingebunden“, so die Grüne Innsbrucker Gemeinderätin und Vorsitzende des Bildungsausschusses Zeliha Arslan. Aufgrund der Corona-Krise können diese  jedoch weniger in Anspruch genommen werden können. „Erschwerend kommt hinzu, dass viele Eltern im Lockdown bereits Urlaub und Überstunden konsumieren mussten.“


„Familien leiden stark unter der Krise. Allen voran Frauen, die doppelte und dreifache Arbeiten verrichten müssen. Darum ist die Sicherung der Sommerbetreuung dringend notwendig“, so die Grüne Nationalrätin und Familiensprecherin Barbara Neßler. Große Erleichterung gibt es bei den Gemeinden, die für die Sommerbetreuung zuständig sind, dass die Bundesregierung von der Gemeinde-Milliarde 3 %, also in Summe 30 Millionen für die Sommerbetreuung zusätzlich zur Verfügung stellt. „Durch den Ausbau der Ferienbetreuung können wir Kindern und Jugendlichen einen spannenden Sommer bieten und gleichzeitig dabei helfen, dass Familie und Beruf nicht zur Mammut-Aufgabe, sondern bewältigbar wird", meint auch der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi.


Für eine kleine Gemeinde mit 2000 Einwohner*innen mache die Förderung etwa 6000€ aus, für die Großstadt Wien summiert sich die Förderung auf 7 Millionen Euro . Auch ökonomisch kann diese Investition nur Vorteile bringen, sind die Grünen Politiker*innen überzeugt: Wenn die Konjunktur anspringt, müssen Unternehmen offene Stellen besetzen können. „Und das gelingt am besten, wenn sich Eltern keine Sorgen um ihre Kinder machen müssen.