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am 25. Oktober

Bildung wird in Österreich weiterhin stark vererbt

Zeliha Arslan - "Wir fordern Chancengleichheit im Bildungssystem".

Am Dienstag wurde der Bericht „Chancengleichheit in der Bildung“ der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlicht. Wieder wurde festgestellt, dass die Chancengleichheit im österreichischen Bildungssystem nicht gewährleistet ist.


„Faktoren wie Einkommen, Bildungsstand und Herkunft der Eltern haben einen höheren Einfluss auf die Bildungskarriere der Kinder als Fleiß, Talent und Intelligenz“ stellt die Bildungssprecherin und Gemeinderätin der Innsbrucker Grünen Zeliha Arslan fest. Laut der neuesten OECD-Studie haben nur 29 % der 26 - 29 Jährigen einen besseren Bildungsabschluss als ihre Eltern - und damit liegt Österreich unter dem internationalen Durchschnitt. Bei den Spitzenreitern Norwegen und Südkorea sind es über 50 %.

„Hier ist die Bundesregierung gefordert. Wir fordern endlich Chancengleichheit im Bildungssystem und stattdessen wird dieses ins 19. Jahrhundert zurück katapultiert. Ziffernnoten, Sitzenbleiben bereits am Anfang der Volksschule und die Einstufung in Leistungsgruppen werden diese Situation noch verschärfen“, kritisiert Arslan.


Kleinere Klasse, mehr Ressourcen für Lehrer*innen, bessere Ausstattungen von Schulen und Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen werden seit Jahren von Bildungsexpert*innen gefordert. „Kinder haben ein Anrecht auf eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Bildungskarriere, und das ist Aufgabe der Politik“, appelliert die grüne Bildungssprecherin. Die Grünen in der Innsbrucker Stadtregierung bemühen sich verschiedene Einflussfaktoren zu beheben, so z.B. das leistbare Wohnen. Um genau das zu erreichen, braucht es die Adaptierung der Mietzinsbeihilfe. "Zumindest hier kann die Stadt direkt den Menschen unter die Arme greifen, um ihnen Chancengleichheit und Aufstiegsmöglichkeiten zu bieten", endet Arslan.