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am 30. August

Große Grünfläche in Gefahr – Grüne für Park statt Parkplätze

Georg Willi, Uschi Schwarzl - wollen Planungsstopp.

„Zurück an den Start“ – dafür appellieren die Innsbrucker Grünen an das Land Tirol, das im Innenhof der Berufsschule Mandelsbergerstraße im Westen der Landeshauptstadt etliche Bäume und ein wichtiges Naherholungsgebiet für die Anrainer*innen für über 70 Parkplätze opfern will. „Als Stadt Innsbruck machen wir so etwas nicht mehr: Wir opfern keine Bäume mehr für große oberirdische Parkplätze“, betont Bürgermeister Georg Willi und fordert einen Planungsstopp und einen gemeinsamen Neustart der Überlegungen zwischen Stadt und Land. Die Stadt hatte schon im ursprünglichen Verfahren den Wert der Grünflächen hervorgehoben und eine Tiefgarage angeregt – in der offiziellen Stellungnahme der Stadt hieß es: „Teilbereiche des Hofes werden gegenwärtig als Parkplatz genutzt. Im Hinblick auf eine langfristig sinnvolle Verdichtung und Verbesserung der Hofqualität wäre die Errichtung einer Tiefgarage im Zuge des Baues der Werkstätte wünschenswert, zumindest sollte die Verbesserung der Hofqualität mit Begrünung ein fixer Teil der Aufgabenstellung sein. Auf einen respektvollen Umgang mit dem Baumbestand wird großer Wert gelegt.“

Rechtlich ist das Projekt von der Stadt nicht mehr zu stoppen, aber Umweltstadträtin Uschi Schwarzl hofft auf ein Umdenken der Verantwortlichen im Land, insbesondere des für den Hochbau zuständigen Landesrat Tratter: „Die Entscheidung zwischen oberirdischen Parkplätzen und einem grünen Park, der auch klimatisch eine wichtige Funktion hat, dürfte den Entscheidungsträger*innen im Land, die ja ihrerseits ambitionierte Klimaschutzziele verfolgen, eigentlich leichtfallen und auch etwas wert sein“

Eine direkte Anbindung der Berufsschule und der umliegenden Betriebe an die Bahn sei mit einer S-Bahn-Haltestelle WIFI bereits in Planung – „dort jetzt über 70 Parkplätze hinzubauen, ist aus der Sicht der Verkehrsplanung unnötig und klimatechnisch ein großer Schritt in die verkehrte Richtung“, so Uschi Schwarzl. Bürgermeister und Umweltstadträtin suchen weiter das Gespräch mit den Verantwortlichen im Land, um das Parkplatzprojekt zurück an den Start zu bringen.