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am 30. Jänner

Golfplatz Igls: Wo bleibt das Gemeinwohl?

- „Wir Grüne können durchaus nachvollziehen, dass viele Menschen den Golfsport lieben. Aber wir haben in Tirol ein Platzproblem: Nur 12% der Fläche Tirols sind besiedelbar. Daher ist der Wettbewerb um die Nutzung von Grund und Boden besonders hoch“, umreißt der grüne Bürgermeisterkandidat Georg Willi die Rahmenbedingungen für den Golfsport in Tirol.

Tirol hat bereits 904 Hektar Golfplatzfläche. Rund um die Landeshauptstadt sind es mit den Standorten Innsbruck-Rossau, Igls, Rinn und Lans 70 Hektar. „Ich habe null Verständnis, wenn für leistbares Wohnen in Igls 1/3ha nicht zur Verfügung gestellt wird, sehr wohl aber 5ha für eine Golfplatzerweiterung. Wo liegen hier die Prioritäten?“ fragt Willi.

Dazu komme, dass der zu rodende Wald den Erholungssuchenden entzogen werde – obwohl eine „Vitalregion über Innsbruck-Patscherkofel bis Glungezer“ entstehen soll. „Ich frage mich: Was ist wichtiger? Wald für viele Erholungssuchende oder mehr Golfplatzfläche für wenige? Bei uns Grünen ist die Entscheidung klar für den Erhalt der Waldflächen gefallen. Es werden ohnehin 2ha für den Hochwasserschutz von Igls und Vill benötigt. Wald hat zudem ein höheres Wasserrückhaltevermögen als eine Golfplatzfläche. Daher werden wir Grüne uns gegen eine entsprechende Widmung einsetzen und werden gegen die Erweiterung des Golfplatzes stimmen“, unterstreicht Willi die grüne Position. „Die Igler*innen sollen sich bei uns verlassen können, dass – bei allem Verständnis – aufgrund der Rahmenbedingungen in Tirol solche Golf-Erweiterungspläne nicht unterstützt werden.“​