Schriftgröße + Schriftgröße - Schriftgröße

Do, 18.03.2010

Autor

Martin Hof

01.02.2010 14:41

Geheimsache YOG: Was kostet der Ausstieg?

GRÜNE: Prestigeprojekt "sportlich und wirtschaftlich gefährlicher Unsinn"

"Die schwarze BM-Liste 'Für Innsbruck' behandelt die Jugendspiele weiterhin als Geheimsache", ärgert sich der GRÜNE Sportsprecher Gemeinderat Martin Hof. Entsprechende Anfragen der GRÜNEN habe die ÖVP in Stadt und Land bereits dreimal nicht beantwortet.

Ex-Vizebürgermeister Platzgummer, der wegen der Fußball-EURO zurückgetreten war, habe die Stadt im Blindflug in die YOG manövriert: "Wir wissen weder was die Durchführung, noch was der Ausstieg kostet." Jetzt müssten die Karten auf den Tisch: "Erst wenn die Öffentlichkeit seriöse Zahlen zu beiden Varianten kennt, kann man darüber reden, was für die Stadt mehr Sinn macht."

"Sportlich gesehen sind die YOG ein gefährlicher Unsinn. Sogar das ÖOC räumt ein, dass jugendliche SportlerInnen für die YOG zu früh auf Höchstleistung trainiert werden. Das ist gefährlich für die Gesundheit und die Karrieren der NachwuchssportlerInnen", erklärt der GRÜNE Sportsprecher. Der IOC wolle vor allem verhindern, noch mehr Jugendliche TV-ZuseherInnen für die großen Olympischen Spiele zu verlieren. "Da gab es nach den letzten Spielen Beschwerden von Sponsoren. Deshalb sorgt sich das IOC vor allem um seine Werbeeinnahmen." Mit den YOG sollten Jugendliche wieder für die "Marke Olympia" interessiert werden.

Für die GRÜNEN ist auch der Wert für die lokale Wirtschaft und Tourismus völlig ungeklärt. "Wirtschaftlich ist bei den YOG nur der Werbewert interessant. Aber niemand weiß, ob und wie weit die YOG von internationalen Medien überhaupt beachtet werden." So sei unbekannt, ob und welche TV-Stationen die YOG übertragen würden. "Sicher ist nur, dass es eine Homepage geben wird mit selbstgemachten Videos. Dafür sind 10-15 Millionen Steuergeld ein ziemlich teurer Spaß der ÖVP", so Hof.





Kommentare





 

Benützungsbedingungen

Die Kommentare von BenutzerInnen geben nicht die Meinung der Grünen wieder. Die Grünen behalten sich vor, rassistische, sexistische, diskriminierende, pornografische, nationalsozialistische oder beleidigende Kommentare zu entfernen bzw. den jeweiligen Account zu sperren. Der/Die Benutzer/In kann diesfalls keine Ansprüche stellen.

 


Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang
  • Drucken